"Juden Slavia" und Rückennummer 88: Sparta-Kapitän unterschreibt Hass-Trikot und sorgt für Eklat!

Prag - Großer Skandal nach einer erfolgreichen Saison beim tschechischen Fußballmeister Sparta Prag: Der Mannschaftskapitän und Nationalspieler Ladislav Krejčí (25) hat einem Fan ein Trikot mit menschenverachtendem Aufdruck unterschrieben.

Dieses Foto sorgte für Empörung: Sparta-Kapitän Ladislav Krejčí (25) signiert ein Trikot mit der Aufschrift "Juden Slavia" und der Rückennummer 88.
Dieses Foto sorgte für Empörung: Sparta-Kapitän Ladislav Krejčí (25) signiert ein Trikot mit der Aufschrift "Juden Slavia" und der Rückennummer 88.  © Screenshot/X/@outofcontextspa

Dieses Bild trübt die Partystimmung beim tschechischen Rekordmeister: mit einem Grinsen im Gesicht und einem schwarzen Edding in der Hand signiert Krejčí ein Trikot mit der Nummer 88 und der Beflockung "Jude Slavia" (Juden Slavia).

Der Verein Slavia Prag ist nicht nur der größte Konkurrent um die Meisterschale, sondern auch ein bei den Fans verhasster Stadtrivale.

Das Foto, welches nach dem Sieg im letzten Auswärtsspiel vor dem Mannschaftsbus aufgenommen worden sein soll, kursiert seither in den sozialen Medien und zwang den Klub zu einer Stellungnahme.

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Sparta-Pressesprecher Ondřej Kasík erklärte im Namen von Kapitän Krejčí in einem Beitrag auf X: "Nach den Auswärtsspielen versuchen wir alle so viel Zeit wie möglich mit den Fans zu verbringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, uns kennenzulernen, Fotos zu machen und Autogramme zu bekommen. [...] Wir müssen es nicht tun, aber wir wollen es und ich hätte nie gedacht, dass jemand dies gegen uns verwenden könnte."

Gleichermaßen distanzierte sich Krejčí von dem antisemitischen Aufdruck und übernahm die volle Verantwortung: "Mit all dem verteidige ich nicht die Tatsache, dass ich für das verantwortlich bin, was ich unterschreibe." Gegenüber dem Zweitplatzierten Slavia Prag bekundete der Innenverteidiger seinen sportlichen Respekt.

Trotz der Entschuldigung bleibt ein fader Beigeschmack zurück, immerhin haben offensichtlich auch andere Spieler das Hass-Trikot unterschrieben. Allein dass es möglich war, eine solche Aufschrift im Fanshop aufdrucken zu lassen, rückt den Traditionsverein in ein schlechtes Licht.

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/X/@outofcontextspa

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