Kurios! Spanischer Erstligist stellt bereits den sechsten Trainer der Saison vor

Elche - Im Kampf um den Klassenerhalt in der spanischen La Liga sind einem Klub offenbar sämtliche Mittel recht! Selbst, wenn dies einen enormen Trainerverschleiß bedeutet.

Bild vor vier Wochen: Der FC Elche ist in der Liga nicht nur gegen Real Madrid und Luka Modric (37, l.) hoffnungslos unterlegen.
Bild vor vier Wochen: Der FC Elche ist in der Liga nicht nur gegen Real Madrid und Luka Modric (37, l.) hoffnungslos unterlegen.  © Manu Fernandez/AP/dpa

Der FC Elche, ein Verein aus der Provinz Alicante an der Costa Blanca im Osten Spaniens, hat diese Woche seinen sechsten Trainer der Saison vorgestellt! Wie geht das?

Man muss wissen, dass der Verein, obwohl er eine Großstadt mit mehr als 230.000 Einwohnern im Rücken hat, als kleines Licht der Primera Division gilt. Das bedeutet jede Saison aufs Neue Abstiegskampf.

Elche war in den letzten Jahren eine typische Fahrstuhlmannschaft wie hierzulande Arminia Bielefeld. Doch diese Saison ist die Lage besonders kritisch: Seit dem sechsten Spieltag hängt das Team auf dem letzten Tabellenplatz fest.

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Eine Begegnung später musste Trainer Nummer 1 gehen, auf eine Interimslösung wurde eine neue, externe Lösung geholt, die sage und schreibe 22 Tage bleiben durfte. Auf eine andere Interimslösung kam Pablo Machín (47), der nun am Montag seine Sachen packen musste.

Sebastián Beccacece übernimmt das Trainer-Amt beim FC Elche

Denn die Luft wird zwölf Spieltage vor Saisonende immer dünner - der Abstand zum rettenden Ufer beträgt inzwischen 14 Zähler. Ob es mit Trainer Nummer sechs, dem Argentinier Sebastián Beccacece (42), gelingen wird, das Ruder noch rumzureißen?

Von den fünf Trainern, die sich diese Saison schon am schier hoffnungslosen Fall probieren durften, hielt sich sein direkter Vorgänger am längsten - und zwar ganze zwölf Spiele.

Machín war auch der einzige Übungsleiter, der mit Elche diese Saison in der Liga überhaupt Siege einfahren konnte. Retter Sebastián Beccacece kann man nur viel Erfolg wünschen.

Titelfoto: Manu Fernandez/AP/dpa

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