Ost-Fußball verliert nächste Legende! Heiko Weber ist tot

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Jena - Nicht einmal zwei Monate nach dem Tod von Eberhard "Matz" Vogel (†83) muss der Ost-Fußball schon wieder Abschied von einem seiner Großen nehmen. Heiko Weber ist mit 61 Jahren gestorben. Das vermeldete Regionalligist FC Carl Zeiss Jena am Montag.

Große Trauer um Heiko Weber! Die Ost-Fußball-Legende ist tot. (Archivfoto)
Große Trauer um Heiko Weber! Die Ost-Fußball-Legende ist tot. (Archivfoto)  © imago / Picture Point

"Die traurige Nachricht bestätigte das engste Umfeld Heiko Webers, der im Februar dieses Jahres eine schwere Krebserkrankung öffentlich machte", teilte sein ehemaliger Club auf seiner offiziellen Homepage mit.

Die im Februar bekannt gegebene Krankheit hatte die Bauchspeicheldrüse des einstigen FCC-Angreifers und Trainers befallen. Entmutigen ließ er sich nicht, er kämpfte gegen die tödliche Erkrankung an, versprühte gute Laune.

Im Juni war er als Coach bei einem Legendenspiel in Weida noch einmal an der Seitenlinie zu sehen. Danach verschwand er aus der Öffentlichkeit.

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"Die FCC-Familie, die Heiko Weber nach dem Bekanntwerden seiner Erkrankung eine Welle der Sympathie und Unterstützung entgegenbrachte, ist tief bewegt und unfassbar traurig. So sehr man auch mit dieser schlimmen, endgültigen Nachricht rechnen musste, so sehr trifft sie uns bis ins Mark", zeigten die Blau-Gelb-Weißen ihre tiefe Trauer um Weber, der in Jena sowohl auf dem Platz als auch an der Seitenlinie Geschichte schrieb.

Er ist als Spieler und Trainer mit Carl Zeiss in die 2. Liga aufgestiegen, als Spieler 1991 (er schoss das letzte Tor der DDR-Oberliga-Geschichte beim 2:0 von Jena in Cottbus) und als Trainer 2005. Seine letzte Station als Trainer war von 2015 bis 2020 der ZFC Meuselwitz.

In Erinnerung bleiben wird Weber aber nicht nur beim FCC.

Heiko Weber hinterlässt in Jena und Aue seine Spuren

In Aue stand Weber als Trainer an der Seitenlinie. (Archivfoto)
In Aue stand Weber als Trainer an der Seitenlinie. (Archivfoto)  © imago / Picture Point

Er kam im April 2008 zum FC Erzgebirge Aue, konnte den schon fast sicheren Abstieg aus der 2. Bundesliga nicht abwenden.

Im Sommer baute er in der 3. Liga eine neue Mannschaft auf, holte Martin Männel (38), Jan Hochscheidt (39), Marc Hensel (40) und Arne Feick (38) aus Cottbus, seiner vorherigen Station.

Auch Rene Klingbeil (heute 45) kam dazu, zudem der heutige FSV-Sportchef Robin Lenk (42), formte in der Saison 2008/09 den Stamm, der 2010 unter Rico Schmitt (58) wieder in die 2. Liga aufstieg.

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"Ich habe es gerade erfahren", sagte Lenk mit stockender Stimme. "Das ist ganz, ganz traurig. Heiko hat mich damals nach Aue geholt, hat mir nach meinem Kreuzbandriss noch eine Chance gegeben. Dafür werde ich ihm immer dankbar sein. Ich habe 'Benno' als sehr guten Trainer, als freundlichen und liebenswerten Menschen kennengelernt. Er hat damals die Vorarbeit zum Aufstieg geleistet, den Rico 2010 vollendet hat", so Lenk: "Das zerreißt mir das Herz und tut mir unendlich weh."

Erstmeldung von 12.07 Uhr, zuletzt aktualisiert um 12.35 Uhr

Titelfoto: imago / Picture Point

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