Erst "Wagner raus"-Rufe, dann Pokal-Gala! FC-Coach spricht von "Crashkurs" in Köln
Köln - Die Erleichterung nach der spektakulären 5:0-Gala im DFB-Pokal gegen Union Berlin am Dienstagabend war beim 1. FC Köln förmlich greifbar. Trainer René Wagner (38) sah vor allem in der zweiten Hälfte eine Sahne-Leistung seiner Jungs.
"Wir haben die Momente zu Ende gespielt, waren gefährlich, haben vorwärts gespielt. Was wir einfordern, haben wir heute super umgesetzt", sagte der Übungsleiter auf der Pressekonferenz nach der Partie.
Wagner hob zudem hervor, wie unterschiedlich die Stimmung im Stadion im Vergleich zu den Vorwochen war.
Angesprochen auf die "Wagner raus"-Rufe, die nach dem biederen 0:0-Remis gegen den FC Schalke 04 durch Müngersdorf hallten, meinte der 38-Jährige: "Es war ein bisschen Crashkurs 1. FC Köln. Wir haben erlebt, was passieren kann, wenn die Leute unzufrieden sind. Und was passieren kann, wenn wir den Fußball auf den Platz bringen, den wir wollen."
Die Leistung gegen den Hauptstadt-Klub könne der Mannschaft nun "viel Mut in den Weg und die Prozesse, die wir angestoßen haben", geben.
FC-Köln-Shootingstar Said El Mala über 5:0-Sieg gegen Union Berlin: "Tut dem ganzen Verein gut!"
In eine ähnliche Kerbe schlug auch Said El Mala (20), der mit zwei Toren und einer Vorlage erneut zum Matchwinner bei den Domstädtern avancierte. "Der Sieg tut dem ganzen Verein gut, es fühlt sich gerade einfach sehr gut an", erklärte der Flügelflitzer.
"Wir haben 90 Minuten alles reingehauen und waren die bessere Mannschaft, wir haben ein Superspiel abgeliefert." Dabei hob El Mala auch das Zusammenspiel mit seinen Kollegen hervor: "Es hat heute extrem Spaß gemacht, mit den Jungs zu kicken. Wir haben uns in jeden Zweikampf gehauen, waren griffig und hatten Bock, Tore zu machen."
Besonders beeindruckend seien zudem die Anhängerinnen und Anhänger im Stadion gewesen, die den Shootingstar nach seiner Auswechslung mit Sprechchören - und einem eigenen Song - feierten. "Die Fans waren heute unnormal geisteskrank, ich habe so etwas lange nicht mehr gesehen", resümierte der 20-Jährige.
Titelfoto: Bildmontage: Jennifer Brückner/dpa, Federico Gambarini/dpa
