Jetzt geht sogar FC-Köln-Legende Pierre Littbarski auf die Klub-Führung los

Köln - Der 1. FC Köln ist nach dem siebten Abstieg der Vereinsgeschichte ein Klub, der im Chaos zu versinken droht. Nun hat sich auch FC-Legende Pierre Littbarski (64) zu Wort gemeldet.

Über 400 Mal lief Pierre Littbarski (64) in der Bundesliga für den 1. FC Köln auf.
Über 400 Mal lief Pierre Littbarski (64) in der Bundesliga für den 1. FC Köln auf.  © Soeren Stache/dpa

Lange Zeit hat man in Köln nichts mehr von "Litti" gehört, nun meldet sich der einstige Ausnahme-Dribbler mit einem Paukenschlag zurück.

Auf seinem offiziellen Instagram-Kanal hat der 64-Jährige am Freitag ein Video veröffentlicht, in dem er auf die Katastrophen-Saison des Geißbock-Klubs eingeht, und dabei kein gutes Haar an den Verantwortlichen gelassen.

"Liebe FC-Fans: Mir reicht's!", sagt er darin und prangert insbesondere die Kaderzusammenstellung von Sport-Geschäftsführer Christian Keller (46) an: "Jeder hat gesehen, dass der FC vorne ohne Ideen, ohne Kreativität und ohne Torgefahr war. Und hinten, trotz eines überragenden Torhüters Marvin Schwäbe (29), offen wie ein Scheunentor gewesen ist."

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Zudem fordert der 73-malige Nationalspieler, dass sich die Klub-Führung ihrer Verantwortung stellen solle.

Ex-Nationalspieler Pierre Littbarski wünscht sich, dass Klub-Führung Verantwortung übernimmt

Einer der größten Momente seiner Karriere: Pierre Littbarski (2.v.l.) jubelt über den Gewinn der Weltmeisterschaft 1990.
Einer der größten Momente seiner Karriere: Pierre Littbarski (2.v.l.) jubelt über den Gewinn der Weltmeisterschaft 1990.  © Frank Kleefeldt/dpa

Er würde sich wünschen, dass "mal jemand aufsteht und sagt: 'Ich hab's verbockt. Ich habe die Situation unterschätzt und stehe dafür gerade.' Aber die kleben ja alle an ihren Posten wie mit Pattex festgeklebt."

Darüber hinaus kritisiert der einstige Kölner Publikumsliebling den Transfer von Ausnahme-Talent Florian Wirtz (21) zu Bayer Leverkusen im Jahr 2020 und meint: "Der Verein hat es nicht geschafft, den Jungen beim FC zu halten."

Dass die damals Verantwortlichen beim FC längst geschasst wurden, lässt der 64-Jährige allerdings ebenso außen vor wie den Fakt, dass der Verein nach der Sommer-Transferperiode auch wieder Spieler verpflichten kann.

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"Litti" selbst spricht hingegen davon, dass der Verein "ganze zwei Transferperioden" keine Spieler holen könne. "Wie will man da in der 2. Liga bestehen, geschweige denn aufsteigen?", so der 64-Jährige.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa

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