Köln - Nach der Vertragsverlängerung von Senkrechtstarter Said El Mala (19) am Donnerstag schwebt der 1. FC Köln auf Wolke sieben. Am Freitag hat sich auch Trainer René Wagner (38) zu dem Thema geäußert und verraten, wie er den wochenlangen Transferpoker erlebt hat.
Intern habe es laut Wagner allen Berichten und Gerüchten zum Trotz "nie den Anschein" gegeben, dass der 19-Jährige die Rheinländer tatsächlich verlassen wolle oder "dass er mit dem Kopf woanders ist", erklärt der gebürtige Dresdner auf der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokal-Auftakt gegen die Würzburger Kickers am Montag (18 Uhr/Sky). Dementsprechend entspannt sei die Geschichte auch für die Mannschaft und ihn selbst gewesen.
"Er hat sich unfassbar in der Vorbereitung reingearbeitet, hat an den Themen gearbeitet, wo er noch Probleme hat, und war da jeden Tag akribisch", führt der Übungsleiter aus. Das sei umso bemerkenswerter, da es insbesondere für einen so jungen Spieler natürlich nicht einfach sei, "wenn jeden Tag Gerüchte aufploppen".
Für den Verein, die Mannschaft und ihn als Trainer samt seinem Team sei es nun "super, dass Said bleibt".
Immerhin sei der Teenager für den FC nicht nur ein "Unterschiedsspieler", sondern vor allem jemand, der auch seine Teamkameraden mitziehen würde. "Er gibt uns unheimlich viel Energie jeden Tag. Der Junge weiß selber, dass er viel Verantwortung auch innerhalb der Mannschaft hat, weil er Leistung bringt und mit Leistung vorangeht", so Wagner.
FC-Trainer René Wagner hofft, dass sich Gerüchte um Said El Mala nun beruhigen werden
Dass die Erwartungen an El Mala im FC-Umfeld nun zu hoch seien und der Druck auf ihn auch wegen der Übernahme der Nummer zehn zu groß werden könnte, glaubt Wagner derweil nicht. "Ich glaube, dass er sich da jetzt auch nicht so viele Gedanken macht. Er ist jetzt bei uns, er ist Spieler des 1. FC Köln, er trägt die 10 auf dem Rücken und jetzt muss er Leistung bringen."
Für die kommenden Wochen und Monate wünscht sich der 38-Jährige nun, dass endlich Ruhe in die Thematik einkehren kann. Nur so könne sich der Linksaußen schließlich "auf das konzentrieren, was er gerne macht", so Wagner, der an Fans und Medien gleichermaßen appelliert: "Lasst den Jungen jetzt Fußball spielen!"