Diskriminierende Äußerungen: DFB verhängt lange Sperre gegen Ex-Aue-Trainer Härtel

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Berlin - Wegen Diskriminierungsvorwürfen hatte Coach Jens Härtel (57) sein Traineramt im Nachwuchs von Union Berlin niedergelegt. Nun folgte die Strafe seitens des Deutschen Fußball-Bundes.

Coach Jens Härtel (57) bekam nach diskriminierenden Äußerungen eine Strafe vom Fußball-Bund aufgebrummt.
Coach Jens Härtel (57) bekam nach diskriminierenden Äußerungen eine Strafe vom Fußball-Bund aufgebrummt.  © Robert Michael/dpa

Das DFB-Sportgericht hat Härtel im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen dreier Fälle eines diskriminierenden unsportlichen Verhaltens verboten, für zwölf Wochen seine Tätigkeit als Trainer auszuüben.

Dieses Verbot ist für acht Wochen sofort zu verbüßen. Die restliche Strafe in Höhe von vier Wochen wird für die Dauer von einem Jahr zur Bewährung ausgesetzt.

Härtel wurde zudem auferlegt, an einem Konflikt- und Deeskalationstraining der zentralen Anlaufstelle für Gewalt-, Diskriminierungs- und Extremismusfälle oder einer vergleichbaren Institution teilzunehmen. Dies ist dem DFB bis zum 30. April 2027 nachzuweisen.

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Härtel, der bis Ende Januar den damaligen Drittligisten Erzgebirge Aue trainierte ehe er wegen sportlichen Misserfolgs beurlaubt wurde, hatte sich zuletzt im Trainings- und Spielbetrieb mehrmals diskriminierend geäußert, wofür er sich mittlerweile öffentlich bei der Mannschaft sowie dem Trainer- und Betreuerteam entschuldigt hat.

Jens Härtel: "Bin meiner Vorbildfunktion im Nachwuchsbereich nicht gerecht geworden"

"Ich habe Fehler gemacht und bin meiner Vorbildfunktion im Nachwuchsbereich nicht gerecht geworden, dafür habe ich meine Mannschaft sowie das Trainer- und Betreuerteam um Entschuldigung gebeten und möchte das hiermit auch beim gesamten Verein tun. Es war nie meine Absicht, jemanden verbal zu verletzen oder gar zu diskriminieren", wurde Härtel am Sonntag auf der Vereinshomepage der Eisernen zitiert.

Härtel hat dem Urteil zugestimmt, sodass dieses rechtskräftig ist.

Titelfoto: Robert Michael/dpa

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