Ilic nicht fit, Ansah-Ersatz fehlt, Sturmhoffnung nutzt Chance: Schlägt jetzt seine Stunde bei Union?

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Berlin - Bis Andrej Ilic (26) wieder spielen kann, wird es wohl noch etwas dauern. Der Serbe, vergangene Saison der Top-Scorer bei Union Berlin, wartet nach seiner Blinddarm-Operation noch auf seinen ersten Saisoneinsatz. Auch Oliver Burke (29) musste erneut passen.

Mekhi Gray (19) durfte auch gegen Dortmund wieder ran.
Mekhi Gray (19) durfte auch gegen Dortmund wieder ran.  © IMAGO / HMB-Media

Da trotz Rekord-Einnahmen kein Ersatz für Ilyas Ansah (21) verpflichtet wurde, wurde es im Union-Sturm zuletzt übersichtlich. Die vorigen beiden Spiele als alleinige Spitze begann jeweils Tim Skarke (30), der eigentlich als Abgangskandidat galt.

Doch womöglich brauchen die Eisernen gar keinen Millionen-Transfer: Sturm-Hoffnung Mekhi Gray (19) macht auf sich aufmerksam.

Beim 1:0 gegen Elversberg feierte das Kraftpaket sein Bundesligadebüt, eine Woche drauf gegen Dortmund durfte Gray für 20 Minuten ran. "Er hat alles richtig gemacht", lobte Mauro Lustrinelli (50) im Anschluss.

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Der 19-Jährige fällt auf. Mit seiner Körpergröße von 1,97 Meter hat Union einen richtigen Wandspieler, einen, der das Spiel verändern kann. "Ich bin froh, dass wir Mekhi haben, der Variabilität in unser Spiel bringen kann", so Lustrinelli. "Um unser Spiel zu spielen, brauchen wir vorne körperlich robuste Stürmer."

Der Schweizer ist ein Fan des Union-Talents. Schon beim FC Thun ließ er meist mit Elmin Rastoder (25/1,91 Meter) und Brighton Labeau (30/1,83 Meter) mit einer Doppelspitze und viel körperlicher Präsenz spielen.

Mekhi Gray kam vom Erzrivalen zu Union Berlin

Union-Trainer Mauro Lustrinelli (50) ist zufrieden mit seinem Nachwuchsstürmer.
Union-Trainer Mauro Lustrinelli (50) ist zufrieden mit seinem Nachwuchsstürmer.  © Soeren Stache/dpa

Allzu große Erwartungen sollte man aber nicht in den 19-Jährigen stecken. Er wird weiterhin behutsam aufgebaut. "Step by step, das wird kommen."

Erst im Juni verlängerte Union mit dem Deutsch-Jamaikaner, der 2021 ausgerechnet vom Nachwuchs des Erzrivalen BFC Dynamo zu den Eisernen wechselte, den Vertrag langfristig. Anders als Ansah, der auch gerne über den Flügel kam, ist Gray ein klassischer Mittelstürmer.

Einer, der weiß, wo das Tor steht: Für die U19 hat der Sturmtank in der vergangenen Spielzeit elfmal in 15 Partien genetzt.

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"Ich werde weiter hart arbeiten, um mich Schritt für Schritt zu steigern und meinen Beitrag für den Verein zu leisten", verkündete der 19-Jährige im Sommer bei seiner Vertragsverlängerung. Die ersten Schritte sind getan: Auch gegen Augsburg könnten seine Qualitäten wieder gefragt sein.

Titelfoto: IMAGO / HMB-Media

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