Nach Pyro-Alarm: Union Berlin kassiert gegen BVB erste Liga-Heim-Pleite unter Bjelica

Berlin - Union Berlin hat am Samstag gegen Borussia Dortmund die erste Heim-Niederlage in der Bundesliga unter Trainer Nenad Bjelica kassiert.

Kurz nach dem Anpfiff wabert eine gelbe Pyro-Wolke durch die Alte Försterei.
Kurz nach dem Anpfiff wabert eine gelbe Pyro-Wolke durch die Alte Försterei.  © Andreas Gora/dpa

Gleich zu Beginn musste Schiedsrichter Christian Dingert die Partie für mehrere Minuten unterbrechen. Aus dem Gästeblock an der Alten Försterei drang dichter gelber Rauch aufs Spielfeld, nachdem die BVB-Fans zahlreiche Pyro-Fackeln gezündet hatten.

Dadurch war die Sicht dermaßen eingeschränkt, dass der Referee keine andere Wahl hatte, als die Begegnung kurz nach dem Anpfiff gleich wieder zu unterbrechen.

Neben der Sicht wäre auch die Atmung für die Spieler in dem dichten Pyro-Nebel erschwert gewesen. "Das Aroma ist jetzt nicht besonders doll", merkte Sky-Kommentator Oliver Seidler scherzhaft an.

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Gleich nach Wiederanpfiff ließen die Eisernen eine gute Chance zur Führung liegen und blieben bis Mitte der ersten Halbzeit die spielbestimmende Mannschaft. Immer wieder setzten sie die Terzic-Truppe früh unter Druck, verpassten es aber, sich für ihren Einsatz zu belohnen.

An der Alten Försterei hat sich ein zweikampfbetontes Spiel entwickelt.
An der Alten Försterei hat sich ein zweikampfbetontes Spiel entwickelt.  © Andreas Gora/dpa

Union Berlin zeigt große Moral und verliert unglücklich gegen Borussia Dortmund

Karim Adeyemi (2.v.r.) hat den BVB kurz vor der Halbzeit in Führung geschossen.
Karim Adeyemi (2.v.r.) hat den BVB kurz vor der Halbzeit in Führung geschossen.  © Andreas Gora/dpa

Und das sollte sich rächen, denn die Schwarz-Gelben wurden Richtung Pause immer stärker. Zunächst konnte Frederik Rönnow mit zwei Glanzparaden noch den Rückstand verhindern, gegen das Traumtor von Karim Adeyemi war der Däne nach 41 Minuten dann aber machtlos.

In der zweiten Halbzeit übernahmen die Hausherren wieder das Zepter und drängten auf den Ausgleich, doch Kevin Volland scheiterte aus kurzer Distanz am hervorragend reagierenden BVB-Keeper Alexander Meyer (56.).

Dortmund verpasste es zunächst, den Sack zuzumachen, und so blieben die Köpenicker bis zum Schluss in Schlagdistanz. Der Hauptstadtklub bewies eine gute Moral und rannte immer wieder an, konnte sich aber letztlich keine zwingenden Torchancen mehr erspielen.

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Am Ende besiegelte Ian Maatsen die Niederlage der Berliner. Der Niederländer jagte Josip Juranovic bei einem harten Zweikampf, der anschließend von VAR überprüft wurde, die Kugel im Mittelfeld ab und ließ Rönnow keine Chance im Eins-gegen-Eins (90.)!

Erstmeldung vom 2. März, 15.56 Uhr. Zuletzt aktualisiert um 17.29 Uhr.

Statistik zum Spiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und Borussia Dortmund

Bundesliga, 24. Spieltag

1. FC Union Berlin - Borussia Dortmund 0:2 (0:1)

Aufstellung 1. FC Union Berlin: Rönnow - Doekhi, Vogt, Leite (81. Bedia) - Juranovic, Khedira (69. B. Aaronson), Roussillon (69. Trimmel) - Tousart (61. Haberer), Schäfer - Volland, Hollerbach (61. Vertessen)

Aufstellung Borussia Dortmund: Meyer-Schade - Ryerson, Süle, N. Schlotterbeck, Maatsen - Sabitzer, Can - Sancho (88. Bensebaini), Brandt (66. Özcan), Adeyemi (78. Bynoe-Gittens) - Füllkrug

Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)

Zuschauer: 22.012 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Adeyemi (41.), 0:2 Maatsen (90.)

Gelbe Karten: Haberer (6), Vertessen (1) / Ryerson (3)

Ian Maatsen (r.) besiegelt mit seinem ersten Tor im BVB-Dress den Sieg der Gäste.
Ian Maatsen (r.) besiegelt mit seinem ersten Tor im BVB-Dress den Sieg der Gäste.  © Andreas Gora/dpa

Titelfoto: Andreas Gora/dpa (Bildmontage)

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