Fußball vor Filmen! Wie der BVB die Handys im Stadion verschwinden lassen will

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Dortmund - Die einen wollen im Stadion einfach nur Fußball schauen. Andere wiederum haben ständig das Smartphone in der Hand. Gerade Influencer und Vlogger machen sich damit nicht überall Freunde. Zweitligist Dynamo Dresden ging als erster deutscher Proficlub sogar mit einem Verbot dagegen vor. Borussia Dortmund handelt nun ebenfalls, geht dabei aber einen anderen Weg.

Ob der "FanModus" auch bei BVB-Chefcoach Niko Kovac (55) zum Einsatz kommen wird?
Ob der "FanModus" auch bei BVB-Chefcoach Niko Kovac (55) zum Einsatz kommen wird?  © IMAGO / DeFodi Images

Statt mit Regeln dafür zu sorgen, dass die eigenen Anhänger ihre Handys stecken lassen, setzt der BVB gemeinsam mit Sponsor und Netz-Riese Vodafone auf die vereinseigene App.

Wer dort den sogenannten "FanModus" aktiviert und im Hintergrund laufen lässt, kann die Minuten zählen lassen, wie lange das Mobilgerät nicht genutzt wird.

"Er funktioniert dabei ähnlich wie der Flugmodus, den viele bereits aus dem Alltag kennen. Mit einem einfachen Tippen schalten Fans ab und tauchen vollständig ins Spielgeschehen ein", erklärten die Schwarz-Gelben zu dem neuen Feature in einer Mitteilung vom Donnerstag und verrieten außerdem, was man davon hat.

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Wer sein Smartphone während des Spiels links liegen lässt, kann dafür nämlich sogar belohnt werden: "Die Teilnehmenden mit den meisten Punkten können Preise gewinnen. Dazu gehören signierte BVB-Trikots und Gutscheine für den BVB-Fanshop", führte der amtierende Vizemeister weiter aus.

Erst Standort freigeben, dann Punkte sammeln

Augen aufs Grün: Das soll nicht nur auf der Südtribüne im Westfalenstadion gelten.
Augen aufs Grün: Das soll nicht nur auf der Südtribüne im Westfalenstadion gelten.  © Fabian Strauch/dpa

"Der 'FanModus' ist ein starkes Signal: Hier setzt ein globaler Technologiekonzern seine Innovationskraft gezielt dafür ein, das Erlebnis zu schützen, das keine Technologie ersetzen kann", ist BVB-Boss Carsten Cramer (57) von der Idee überzeugt. "Über 81.000 Menschen im Stadion, die gemeinsam singen, zittern und jubeln: Dieses Hier und Jetzt ist unersetzlich. Und genau das stellen wir gemeinsam in den Mittelpunkt."

Vorerst funktioniert das neue Extra nur bei Heimspielen. Voraussetzung ist aber, dass die Fans ihren Standort für die App freigeben. Sonst geht's nicht.

Titelfoto: Fotomontage (2): IMAGO / DeFodi Images, Fabian Strauch/dpa

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