BVB verschmäht Duschen nach CL-Sieg: Ein deutscher Gegner kann's nicht verstehen
Baku (Aserbaidschan) - Die kalte Dusche gab es für den Sabah FK am Dienstagabend gegen Borussia Dortmund schon in der zehnten Minute, als Serhou Guirassy (30) den deutschen Vertreter auf die Siegerstraße zum späteren 2:1-Erfolg beförderte. Der BVB bevorzugt offenbar ein gehobeneres Wellness-Erlebnis, das die sanitären Anlagen in Baku nicht bieten können. Ein Gegner widerspricht da allerdings vehement.
"Wir haben auch gestern nach dem Training nicht geduscht - und treten nun die schnelle Rückreise ins Hotel an. Uns wurde gesagt, dass wir hier nicht duschen sollen", erklärte Dortmunds Trainer Niko Kovac (55) nach dem zweiten Saisonsieg in der Champions League auf der anschließenden Pressekonferenz.
BVB-Sportdirektor Nils-Ole Book stimmte mit ein: "Ich glaube, die Duschen waren etwas einladender im Hotel. Deshalb gucken wir, dass die Spieler schnell dahin kommen", so der 40-Jährige. Unter "einladender" könne man sich ja etwas ausmalen, insgesamt seien die Duschen in Baku "nicht ganz so schick".
Der deutsche Sabah-Profi Joy-Lance Mickels (32) konnte die Duschen-Schelte der Schwarz-Gelben hingegen gar nicht nachvollziehen.
"Unsere Duschen sind eigentlich normal, ich weiß jetzt nicht, was da das Problem war", erklärte der Flügelflitzer, der hierzulande für Alemannia Aachen und Carl-Zeiss Jena am Ball war, nach Abpfiff am Sky-Mikrofon.
"Ich will jetzt Dortmund nichts unterstellen, aber unsere Duschen funktionieren, kein kaltes Wasser, alles gut. Baku ist eigentlich schon super, wir respektieren jede Mannschaft", stichelte der gebürtige Siegburger.
Legionellenbefall soll BVB vertrieben haben
Wie Bild berichtet, soll ein möglicher Legionellenbefall des Wassers vor Ort der Grund für die zügige Abreise gewesen sein. Dabei handelt es sich um Bakterien, die beim Einatmen von belastetem Wassernebel potenziell gesundheitsschädlich sind.
Der Auftritt der Borussia in Aserbaidschan war für die schwarz-gelben Fans jedenfalls nicht gesundheitsschädlich. Nach drei sieglosen Spielen am Stück gelang den Dortmundern durch einen Doppelpack von Guirassy der Befreiungsschlag.
Am Samstag (18.30 Uhr) kommt jetzt die Eintracht aus Frankfurt in den Signal Iduna Park.
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