Auweia! Chemie Leipzig verliert Matsch-Match - Horror-Heimserie setzt sich fort

Leipzig - Die Nachricht über den erneuten Kreuzbandriss von Robin Friedrich ist noch nicht verdaut, da folgt schon der nächste Rückschlag: Chemie Leipzig hat das Kellerduell gegen Schlusslicht FSV Luckenwalde am Freitagabend mit 1:3 (0:1) verloren.

Lucas Will (r.) staubt zum 1:0 für Luckenwalde ab.  © Picture Point / Roger Petzsche

Eigentlich waren die Leutzscher zuletzt gut drauf, holten in den vergangenen vier Pflichtspielen drei Siege, darunter ein überraschendes 2:1 in Aue und den Pokalerfolg in Hoyerswerda (4:1). Allerdings alle auswärts.

Auch gegen die Brandenburger, die nach acht Pleiten hintereinander plus dem Landespokal-Aus bei Sechstligist Stahl Brandenburg (0:1) nicht vor Selbstvertrauen strotzten, konnte sich die BSG in der Anfangsphase Vorteile verschaffen.

Im nasskalten Dauerregen gehörte dem insgesamt offensiv auffälligen Elias Kratzer die erste Halbchance. Wunderbar auf dem linken Flügel von Malick Sanogo geschickt, wurde ihm der Ball in höchster Not von Quentin Seidel vom Fuß gegrätscht.

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Obwohl das Team von Alexander Schmidt das Matsch-Match im Griff zu haben schien, kam der harte Rückschlag. Bei einem Schuss von Felix Pilger flutschte Marcel Bergmann die nasse Kugel aus den Händen, was Lucas Will per Abstauber auszunutzen wusste - 0:1 in der 13. Minute.

Und auch nach einer halben Stunde hatte Bergmann Probleme. Wieder konnte er das Spielgerät nicht festhalten, diesmal rettete Tim Hoops im letzten Moment für ihn. Der hatte wenig später die große Ausgleichschance auf dem Fuß, seinen Volley ließ Torhüter Jasper Kühn aber abprallen (32.).

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Ein ekliges Spiel im Leutzscher Dauerregen - zumindest in der ersten Halbzeit.  © Picture Point / Roger Petzsche

Felix Pilger und Quentin Seidel erhöht für Luckenwalde und setzt Chemies Horror-Heimserie fort

BSG-Trainer Alexander Schmidt konnte mit der Leistung seiner Jungs nicht zufrieden sein.  © Picture Point / Roger Petzsche

Die Leutzscher Fans etwas gegen sich aufgebracht hatte Schiedsrichterin Miriam Schwermer, die die Karten locker sitzen hatte und mit Philipp Wendt, David Pfeil und Kratzer schon im ersten Durchgang drei Chemiker verwarnt hatte.

Schlecht sah das alles nicht aus, was die BSG auch nach dem Seitenwechsel und dem abgezogenen Regen zeigte. Doch die Ideen im letzten Drittel waren einfach zu wenig. Da war ein geblockter Schuss von Philipp Kühn in der 57. Minute eines der nennenswerteren Dinge.

Letztlich schlugen die Gäste sogar noch zweimal zu: Pilger (71.) nach Konter-Vorlage von Claas Zamzow und Seidel mit einem Kopfball nach Ecke (78.) schraubten das Ergebnis auf 3:0. Da brachte auch Tyron Profis' (hübsche) Ergebniskosmetik zum 1:3 in der 82. Minute nichts mehr.

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Bitter für die Grün-Weißen, die im direkten Vergleich nur noch drei Punkte vor dem FSV liegen.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 11 36:11 27
2 Chemnitzer FC 11 25:5 26
3 BFC Dynamo 12 21:12 24
4 Hallescher FC 11 18:9 22
5 VSG Altglienicke 12 20:15 21
6 FC Erzgebirge Aue 11 20:16 21
7 FC Carl Zeiss Jena 11 19:10 19
8 Greifswalder FC 11 23:16 19
9 FSV Zwickau 12 15:17 18
10 1. FC Lokomotive Leipzig 11 23:23 15
11 1. FC Magdeburg II 11 20:23 13
12 SV Babelsberg 03 11 14:17 12
13 BFC Preussen 11 14:17 10
14 BSG Chemie Leipzig 12 13:20 9
15 Hertha BSC II 11 9:21 9
16 RSV Eintracht 1949 11 13:29 6
17 FSV 63 Luckenwalde 12 12:29 6
18 Tasmania Berlin 12 13:38 5

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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