Trotz Verletztenliste: Warum sich Chemie Leipzig genau jetzt für noch ein Spiel entscheidet
Leipzig - Nach vier Niederlagen in fünf Regionalligaspielen ist man bei der BSG Chemie Leipzig vermutlich sogar froh, dass am kommenden Wochenende keine Partie auf dem Plan steht. Erst am kommenden Dienstag geht es zum schwierigen Auswärtsspiel zur zweiten Mannschaft des 1. FC Magdeburg.
Zeit für das mittlerweile ziemlich große Verletzten-Lazarett der Grün-Weißen, sich etwas zu erholen. Beziehungsweise hoffentlich keine neuen Spieler aufzunehmen.
Die Sachsen testen nämlich am Donnerstag um 14 Uhr beim Drittligisten FC Ingolstadt. Eben mit der Begründung, dass aufgrund der Ausfälle das neu formierte Team noch einmal Gelegenheit bekommt, sich besser zu finden.
Neuzugang Philipp Kühn (23) darf so möglicherweise das erste Mal für seinen neuen Klub ein Tor schießen. Zudem ist es nach TAG24-Informationen auch im Bereich des Möglichen, dass noch ein weitere, bislang unbekannte Verstärkung mit auf dem Feld stehen wird.
So oder so: Chemie will sich einspielen auf die kommenden Gegner in der Regionalliga. Ohne neue Verletzte zu generieren, mit dem Ziel, endlich in der neuen Spielzeit anzukommen und den ersten Dreier einzufahren.
Dass der Klub nach einer recht souveränen Vorbereitung derart mies ins Rollen kommt, damit war nicht zu rechnen. Besonders in der Offensive brennt es. Nur ein Tor - und das per Freistoß - in fünf Spielen ist viel zu wenig. "Da drückt halt der Schuh, da müssen wir noch etwas nachlegen", so Coach Alexander Schmidt (57).
Gibt es langfristig wieder eine Trainer-Diskussion bei Chemie Leipzig?
Altglienicke und Zwickau heißen die Gegner nach Magdeburg für die Grün-Weißen. Im schlimmsten Fall hat man nach acht Spieltagen noch immer keinen Sieg auf dem Konto. Erinnerungen an die vergangene Saison kommen da zwangsläufig hoch. Adrian Alipour (47) kosteten der Fehlstart und die damit verbundenen wenigen Punkte am Ende den Job.
Eine Trainerdiskussion um Schmidt gibt es in Leutzsch aktuell aber (noch) nicht.
Titelfoto: PICTURE POINT / R. Petzsche
