Bärenstarker CFC-Torhüter freut sich aufs Kracher-Derby: "Wollen gewinnen. Ganz einfach!"
Chemnitz - Die Tabellenführung in der Fußball-Regionalliga Nordost hat der Chemnitzer FC nach dem Remis beim Halleschen FC an Rot-Weiß Erfurt abgeben müssen. Doch das trübte die Freude bei den Himmelblauen nach der Nullnummer im umkämpften Spitzenspiel nicht.
"Das war harte Arbeit gegen einen richtig starken Gegner. Es ging ständig hin und her. Du musstest immer präsent sein. Einen Zweikampf verloren, einen Schritt zu spät gekommen - und der Gegenspieler war weg", verriet Ken Tchouangue (21).
Der Linksverteidiger war erneut einer der Besten auf dem Platz. Fast hätte er sich mit einem Tor belohnt. Sein Schuss krachte in der 36. Minute an den Pfosten.
Dass die Elf von Trainer Benjamin Duda (38) zum dritten Mal in vier Spielen ohne Gegentor blieb, war Torhüter David Richter (27) zu verdanken. "Eine Topleistung", lobte der Fußball-Lehrer seinen Keeper. Dreimal tauchten die Hallenser frei vor dem Kasten auf. Alle drei Bälle parierte Richter.
"Ich weiß, dass ich mit einer Größe von 1,96 Meter eine gute Spannweite habe, mich einfach nur groß machen muss. Dann ist es für jeden Gegenspieler schwer, an mir vorbeizukommen. Diesen Vorteil habe ich in allen drei Situationen ausgespielt", betonte der Schlussmann, der vom Drittligisten Viktoria Köln zum CFC gewechselt war.
Hinzu kam das Glück des Tüchtigen beim verschossenen Foulelfmeter in der 12. Minute. Max Kulke (25) traf den linken Innenpfosten. Richter war in die richtige Ecke abgetaucht: "Videovorbereitung."
Neue Fünf-Sekunden-Regel kommt zur Anwendung
Ungewohnt ist für die Torhüter die Fünf-Sekunden-Regel, die in dieser Saison zur Anwendung kommt. Vor der Entstehung des Strafstoßes hatte Schiedsrichter Christoph Beblik (34) bereits den Arm oben und die Sekunden heruntergezählt.
Richter: "Da sind die Schiris sehr unterschiedlich. Mal fangen sie direkt an mit Zählen. Ein andermal kann ich mir den Ball zurechtlegen, alle aus dem Strafraum herausschicken. Gut, daran müssen wir arbeiten, es so akzeptieren. Da haben wir Torhüter kein Mitspracherecht."
Am kommenden Spieltag kommt es zum Kracher-Heimderby mit Drittliga-Absteiger FC Erzgebirge Aue (Samstag, 16 Uhr).
Richter: "Wir wollen gewinnen. Ganz einfach." Hält der 27-Jährige seinen Kasten erneut sauber, stehen die Chancen gut, dass die Duda-Elf das schafft.
Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

