Bei Keller ist der Knoten geplatzt: CFC-Trainer Tiffert sieht viel Potenzial im 21-Jährigen

Chemnitz - Zweimal in Folge in der Startelf - gegen Ende der Saison scheint der Knoten bei CFC-Eigengewächs Stanley Keller (21) endlich geplatzt zu sein.

Da jubelt Stanley Keller (21, M.): Er hat eben das 1:1 im Heimspiel gegen Lok Leipzig erzielt. Morgen bei der kleinen Hertha wird er erneut in der Startelf stehen.
Da jubelt Stanley Keller (21, M.): Er hat eben das 1:1 im Heimspiel gegen Lok Leipzig erzielt. Morgen bei der kleinen Hertha wird er erneut in der Startelf stehen.  © picture point/Sven Sonntag

In der Vorwoche beim 1:1 gegen den 1. FC Lok Leipzig sorgte er in der 24. Minute für den 1:1-Ausgleich. "Es war schön, das Vertrauen vom Trainer zu erhalten und von Beginn an spielen zu dürfen", meinte der 21-Jährige, der seit dem fünften Lebensjahr das Trikot der Himmelblauen trägt. So lange wie kein anderer im Kader von Chefcoach Christian Tiffert (41).

Der hat die Messlatte schon mal sehr hoch gelegt. "Stanley ist ja schon länger dabei, da kann man nicht mehr von einem Talent sprechen", betonte der 41-Jährige, der einst mit 18 für den VfB Stuttgart im Duell mit Bayern München (0:1) sein Bundesliga-Debüt feierte.

Keller kam in der aktuellen und vergangenen Spielzeit zu 43 Regionalliga-Einsätzen. In die Startelf schaffte er es selten.

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"Stanley kann auf verschiedenen Positionen spielen. Man darf aber nicht vergessen, dass wir gerade in der Offensive und im zentralen Mittelfeld einen sehr hohen Konkurrenzkampf haben", erklärte Tiffert.

CFC-Coach Tiffert über Keller: "Er hat ein gutes Tempo, kann beidfüßig abschließen, ist flexibel einsetzbar"

CFC-Trainer Christian Tiffert (41) will am morgigen Sonntag einen Auswärtssieg - mit Stanley Keller in der Startelf.
CFC-Trainer Christian Tiffert (41) will am morgigen Sonntag einen Auswärtssieg - mit Stanley Keller in der Startelf.  © picture point/Sven Sonntag

Er sieht bei Keller vor allem in Sachen Zweikampfführung großes Steigerungspotenzial. "Das weiß er. Darüber haben wir gesprochen. Ansonsten bringt er für einen Offensiven sehr viel mit. Er hat ein gutes Tempo, kann beidfüßig abschließen, ist flexibel einsetzbar."

Spätestens in der neuen Saison könnte der ehemalige Kapitän der Bundesliga-"U19" den Durchbruch bei den CFC-Profis schaffen. Leistungsträger wie Kilian Pagliuca (26), Furkan Kircicek (26), Felix Brügmann (30) oder Okan Kurt (28) haben ihre auslaufenden Verträge noch nicht verlängert.

Tiffert sieht Keller alles in allem auf einem guten Weg. Aber: "Die Diskrepanz zwischen seinen Leistungen im täglichen Training und in den Punktspielen kann kleiner werden."

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Am besten schon am morgigen Sonntag, wenn der CFC sein letztes Auswärtsspiel bei Hertha BSC II. bestreitet und Keller zum dritten Mal in Folge in der Startelf stehen wird.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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