CFC-Trainer Duda zieht Bilanz: "Wir haben nahezu das Maximum herausgeholt!"

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Chemnitz – Seit dem 8. September 2024 steht Benjamin Duda (37) beim Chemnitzer FC an der Seitenlinie. Im Vorjahr sprangen am Ende Platz sieben und 50 Punkte heraus, in dieser Saison Platz sieben und 51 Zähler. Tritt der Fußball-Regionalligist auf der Stelle? Stagniert die Entwicklung der Mannschaft? TAG24 sprach mit dem Fußball-Lehrer.  

"Die letzten beiden Jahre waren okay", sagt CFC-Coach Benjamin Duda (37).
"Die letzten beiden Jahre waren okay", sagt CFC-Coach Benjamin Duda (37).  © picture point/Sven Sonntag

TAG24: Herr Duda, im Vorjahr 50 Punkte, dieses Mal 51 – wie zufrieden sind Sie mit der abgelaufenen Saison?

Duda: Eine Bewertung muss man immer auf der Grundlage der Rahmenbedingungen vornehmen. Und die haben sich nicht geändert. Das Budget wurde nicht verändert. Wir hatten keinen zusätzlichen Mitarbeiter im Staff. Wir waren im Sommer 2025 nicht im Trainingslager.

Wir hatten wirtschaftlich nicht die Möglichkeiten, viel zu verändern, um dann zu denken: Wir müssen jetzt aber viel mehr erreichen. Natürlich muss der Verein mit seiner Größe und Power perspektivisch höhere Ziele anstreben.

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TAG24: Das klingt nach großer Zufriedenheit?

Duda: Nein, ich spüre keine Zufriedenheit. Aber ich sehe mich als Trainer auch in der Pflicht, einen realistischen Maßstab an meine Mannschaft anzulegen. Ich habe den Eindruck, dass die Jungs gemeinsam mit uns als Trainerteam in den vergangenen zwei Jahren nahezu das Maximum herausgeholt haben. Die Widerstände, denen wir uns während der Saison stellen mussten in Form von Sperren, Krankheiten und Blessuren, haben auf Strecke nicht viel mehr zugelassen als den sechsten, siebten Platz.

Wenn ich Spiel für Spiel durchgehe, wären vielleicht fünf bis acht Punkte mehr drin gewesen – bei absolut optimalem Verlauf. Der Mannschaft deshalb den Willen abzusprechen, wäre definitiv verkehrt. Unterm Strich sage ich: Die letzten beiden Jahre waren okay. Das muss man im Sport auch mal akzeptieren.

Ich habe die Mannschaft 2024 auf dem vorletzten Platz übernommen. Danach Siebter zu werden, hat natürlich eine andere Wirkung als dieselbe Platzierung ein Jahr später. Aber, ganz generell: Als Sportler und als Trainer will auch ich natürlich mehr als nur "okay".

CFC-Trainer Duda über fehlende defensive Stabilität: "Müssen Ursachen analysieren"

CFC-Spieler Dejan Bozic (33, r.) jubelt nach seinem Treffer gegen Babelsberg mit Leon Damer (26). Am Ende gewannen die Chemnitzer mit 5:1 – der höchste Sieg der Saison.
CFC-Spieler Dejan Bozic (33, r.) jubelt nach seinem Treffer gegen Babelsberg mit Leon Damer (26). Am Ende gewannen die Chemnitzer mit 5:1 – der höchste Sieg der Saison.  © picture point/Sven Sonntag

TAG24: Vor einem Jahr spielte ihre Mannschaft 17-mal zu null, in dieser Saison nur siebenmal. Welche Gründe gab es dafür?

Duda: Sicher ist: Wir haben durch die im Vergleich zum Vorjahr fehlende defensive Stabilität eine bessere Platzierung eingebüßt. 27 Gegentore mehr sind ein Fakt, bei dem wir definitiv ansetzen müssen, nachdem wir zuvor die beste Defensive der Liga waren. Diese Basis, unser großer Trumpf, dass es gegen Chemnitz jeder Gegner extrem schwer hatte, Tore zu schießen, ist verloren gegangen.

Aber auch hier gilt es, die Ursachen zu analysieren. Wenn die Viererkette zu drei Vierteln neu formiert wird, ist es eben nicht garantiert, dass Abstimmung und Automatismen wieder in relativ kurzer Zeit genauso zusammenpassen wie vorher.

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Unser gemeinsames Hauptaugenmerk lag im vergangenen Sommer darauf, uns im Rahmen unserer wirtschaftlichen Möglichkeiten speziell in der Offensive zu verstärken und weiterzuentwickeln, daran richtete sich auch die Kaderplanung von Chris Löwe als Sportdirektor aus.

Das hat auch funktioniert: Wir haben 20 Tore mehr geschossen. Doch wir mussten im Nachhinein feststellen: Es ging zulasten der Balance. Diese für die kommende Saison wieder herzustellen, lautet jetzt die gemeinsame Aufgabe auf allen Ebenen.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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