CFC-Trainer zum verballerten Elfer beim DSC: "Das hat Berlinski nicht gejuckt!"
Chemnitz - Als Torwart Marius Kuhl (25) vom Dresdner SC am Freitagabend in der 24. Minute den Strafstoß und auch den Nachschuss von CFC-Mittelstürmer Ron Berlinski (32) parierte, war Stimmung in der Bude.
Der gastgebende Außenseiter, der vor knapp 2000 Zuschauern im Heinz-Steyer-Stadion mutig begonnen hatte, witterte Morgenluft. Ging da was gegen den Fußball-Regionallisten aus Chemnitz?
Nein, es ging nichts. Eine Pokalsensation lag nie in der Luft. Zwar begannen die Gäste ungewohnt fahrig, spielten einige schlampige Pässe. Doch der verballerte Berlinski-Elfer war für den CFC die Initialzündung. Plötzlich drehte die Elf von Trainer Benjamin Duda (38) auf, erspielte sich Chancen im Minutentakt.
Berlinski sorgte in der 37. Minute für die Führung. Bis zur Pause stellten Justin Gröger (23) und Roman Eppendorfer (23) auf 3:0.
Nach dem Seitenwechsel ließen die Gäste nicht nach und kamen durch Doppel-Torschütze Domenico Alberico (27), Jonas Marx (21) und Maximilian Fesser (24) zu weiteren Toren.
CFC richtet seinen Fokus wieder auf den Ligaalltag
Duda: "Meine Jungs haben die Aufgabe sehr ernst genommen. Das war sehr reif, seriös, erwachsen. So stellt man sich das vor als Trainer. Wir werden das 7:0 nicht überbewerten. Das war eine Pflichtaufgabe."
Sieben Treffer, sechs verschiedene Schützen - das freute den Fußball-Lehrer: "Das spricht für den Teamgeist, den Spirit, die Breite des Kaders. Fünf Veränderungen in der Startelf haben keinen Abbruch getan, auch wenn es lange gedauert hat, bis das 1:0 fiel."
Zum verschossenen Strafstoß sagte Duda: "Klar wünscht man sich, dass der Ball reingeht. Doch das hat Ron gar nicht berührt oder gejuckt. Folgerichtig macht er ja auch das 1:0. Diese Fehler-Resistenz ist eine Qualität, die ihn auszeichnet."
Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass der CFC-Chefcoach auch lobende Worte für den tapfer kämpfenden Gegner hatte: "Die Dresdner waren gut organisiert und sehr leidenschaftlich unterwegs."
Nach dem Abstecher in den Landespokal richten die Chemnitzer ihren Fokus wieder auf den Ligaalltag. Am Freitagabend wollen sie bei der ambitionierten VSG Altglienicke ihre Serie von sieben Spielen ohne Niederlage weiter ausbauen.
Titelfoto: Marcus Hengst

