Chemnitz - Drei Wechsel in der Startelf, fünf Wechsel während der Partie - der Sieg des Chemnitzer FC gegen Aufsteiger RSV Eintracht Stahnsdorf geriet dennoch nie in Gefahr. Mit einem souveränen 4:0 (3:0) lösten die Himmelblauen am Samstag in Berlin ihre Pflichtaufgabe.
Am kommenden Spieltag kann die Mannschaft von Trainer Benjamin Duda (38) mit einem weiteren Sieg die Tabellenführung in der Fußball-Regionalliga Nordost erobern. Am 11. Oktober gastiert der FC Rot-Weiß Erfurt im Stadion an der Gellertstraße.
"Meine Mannschaft hat es verstanden, das Spiel mit voller Konzentration und der nötigen Demut anzugehen", sagte Duda nach dem bockstarken Auftritt seiner Jungs in den ersten 30 Minuten der Partie.
Dennis Slamar (32) eröffnete nach einem Eckball den Torregen (13.). Tom Baumgart (28, 20.) und Jonas Marx (22, 22.) legten zügig nach. Innerhalb von neun Minuten war das Duell entschieden.
Nach dem Seitenwechsel bestrafte Maximilian Fesser (23) den kapitalen Fehlpass von Torhüter Linus Löffler (22) und sorgte für den 4:0-Endstand.
Richter hält Kasten sauber
"Wir haben uns auch auf diesen Gegner sehr gewissenhaft vorbereitet. Letztendlich waren wir selbst der größte Einflussfaktor auf dieses Spiel", betonte Duda. Er erkannte erst nach dem 3:0 einige Fahrlässigkeiten.
"Da spielst du dann auch gegen das Unterbewusstsein, weil du klar führst und denkst, du hast das Spiel schon gewonnen. Auch über weite Teile der zweiten Halbzeit waren wir rund um die gegnerische Box zu unseriös. Da haben wir zu viele Konter des Gegners zugelassen, die wir dann aber schnell im Keim ersticken konnten", meinte der Coach.
Er weiß: Gegen Erfurt dürfen solche Fehler nicht passieren. Die Thüringer lagen am Samstag beim Meister 1. FC Lok Leipzig 1:3 zurück und siegten durch drei Treffer in den letzten 20 Minuten noch mit 4:3.
"Über allem stehen drei Punkte und der nächste Zu-Null-Sieg", erklärte Duda nach dem achten Saisonsieg. Zum sechsten Mal in elf Spielen hielt Torwart David Richter (27) seinen Kasten sauber. Mit Blick auf das Topspiel gegen Erfurt verspürt Duda "pure Vorfreude".
In einer Woche müssen seine Jungs, die nach dem 4:0-Erfolg einige Tage frei bekommen haben, im Landespokal zum Radebeuler BC.