Kritische Töne nach CFC-Sieg beim Meister Lok Leipzig: "Wir sind nicht Real Madrid!"

Chemnitz - Innerhalb von vier Minuten brachten sie die Lok am Dienstagabend im Bruno-Plache-Stadion zum Stillstand! Ron Berlinski (32, 77. Minute) und Tom Baumgart (28, 81.) sorgten vor 6065 Zuschauern für den fünften Dreier im sechsten Spiel des Chemnitzer FC.

Jubel bei Torschütze Ron Berlinski (32).  © Picture Point / Gabor Krieg

"Chemnitz ist aktuell qualitativ einen Schritt weiter als wir", erkannte Leipzigs Trainer Torsten Ziegner (48) den starken Auftritt der Gäste neidlos an.

Zum vierten Mal in dieser Saison blieben die Himmelblauen ohne Gegentor. Außer beim 0:0 in Halle traf die Mannschaft von Trainer Benjamin Duda (38) in jedem Spiel mindestens zweimal.

"Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Lok hat es auch gut gemacht", meinte Berlinski, der zur Pause für Jonas Marx (21) kam und in Torjägermanier nach Baumgarts Vorarbeit das 1:0 erzielte.

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"Wir haben uns an die Grundtugenden gehalten, hinten stabil gestanden, fast alles wegverteidigt. Vorn haben wir die Qualität, um mindestens ein Tor zu machen. Das haben wir bewiesen und am Ende 2:0 gewonnen", so Berlinski.

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Chemnitzer FC: Dennis Slamar spricht von Problemen mit dem Ball in der ersten Hälfte

CFC-Innenverteidiger Dennis Slamar (31).  © Picture Point / Gabor Krieg

In den Jubel über den Sieg beim Meister der vergangenen beiden Spielzeiten mischten sich aber auch kritische Töne.

Innenverteidiger Dennis Slamar (31), der mit seinem Traumpass auf Baumgart die Führung einleitete, meinte: "Alle hier im Stadion haben gesehen, dass wir in der ersten Halbzeit große Probleme im Spiel mit dem Ball hatten. Trotzdem haben wir dem Gegner nie das Gefühl gegeben, dass für ihn etwas zu holen ist. Ich kann mich an keine Großchance in der ersten Halbzeit erinnern."

Nach der Pause musste Torwart David Richter (27) zweimal eingreifen, klärte stark gegen Loks Stürmer Julian Kügel (46./65.). Slamar: "Wir sind nicht Real Madrid, dass wir gar keine Chancen zulassen. Zum Glück war David da und hält gut."

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Auch Trainer Duda war weit davon entfernt, den Auftritt seiner Jungs über den grünen Klee zu loben: "Das war keine saustarke Leistung von uns. Saustark war einmal mehr unser Abwehrverhalten, die Torwart-Leistung und die Widerstandsfähigkeit, sich reinzukämpfen und das Spiel letztlich für sich zu entscheiden."

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 6 22:4 16
2 Chemnitzer FC 6 15:2 16
3 VSG Altglienicke 5 13:8 11
4 1. FC Magdeburg II 6 13:10 10
5 FC Erzgebirge Aue 5 11:9 10
6 1. FC Lokomotive Leipzig 6 12:11 10
7 FC Carl Zeiss Jena 5 8:4 9
8 Greifswalder FC 5 11:7 8
9 BFC Dynamo 6 8:8 8
10 FSV Zwickau 5 5:8 7
11 Hallescher FC 5 5:5 6
12 RSV Eintracht 1949 5 8:9 6
13 SV Babelsberg 03 5 8:9 5
14 Hertha BSC II 5 5:13 4
15 FSV 63 Luckenwalde 6 5:16 3
16 Tasmania Berlin 5 6:18 3
17 BFC Preussen 6 4:11 2
18 BSG Chemie Leipzig 6 1:8 1

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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