Ohne Druck ins Topspiel gegen Erfurt! CFC-Sportchef Löwe: "Es ist nicht das entscheidende Spiel"
Chemnitz - Spielt der CFC am Sonntag gegen Spitzenreiter Rot-Weiß Erfurt vor einer Rekordkulisse? 13.101 Zuschauer kamen zum Heimspiel gegen Drittliga-Absteiger Erzgebirge Aue (3:1).
Für das Traditionsduell mit den Thüringern sind bereits über 11.000 Tickets weg. "Wir freuen uns. Solche Spitzenspiele haben wir uns alle in den vergangenen Jahren immer gewünscht", sagt Sportdirektor Chris Löwe (37).
Auf der Mitgliederversammlung im Frühjahr ergriff der ehemalige Bundesligaprofi das Mikrofon und versprach den Fans, im Sommer eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen.
Löwe hat Wort gehalten. In enger Abstimmung mit Chefcoach Benjamin Duda (38) holte er unter anderem Jan Löhmannsröben (35), Dennis Slamar (32), Andreas Geipl (34) und Ron Berlinski (32) nach Chemnitz. Alle über 30 Jahre und mit einer geballten Ladung Fußball-Erfahrung gesegnet.
"Wir haben an einigen Stellschrauben gedreht und das getan, was wir tun konnten. Am Ende gehört auch immer eine Portion Glück dazu, dass die Ideen, die man hat, zu 100 Prozent aufgehen, dass sich die Spieler untereinander gut verstehen und harmonieren", sagt Löwe.
Routiniers liefern konstant ab
Geipl & Co. liefern an den Spieltagen konstant stark und zuverlässig ab. Und sie marschieren im Training vorweg. "Die Routiniers waren das entscheidende Puzzleteil dafür, dass wir nach elf Spieltagen mit 26 Punkten dort oben stehen", weiß Löwe heute.
Den Aufstieg ruft in Chemnitz keiner aus. Im Gegenteil. Demut ist angesagt. Und Respekt. Vor jedem Gegner. Egal, ob der tief im Tabellenkeller steht oder wie Erfurt an der Tabellenspitze.
"Rot-Weiß hat eine extreme Qualität in der Offensive. Ihr Umschaltspiel ist das Beste, was die Nordost-Staffel zu bieten hat", erklärt Löwe. Erst fünf Gegentore hat das Duda-Team kassiert. Das gibt Selbstvertrauen für die Aufgabe gegen die Erfurter, die im März in Chemnitz 4:0 siegten. Löwe: "Wir werden eine Topleistung brauchen."
Gewinnen die Himmelblauen, stehen sie auf Platz eins. Erhöht das den Druck für die Mannschaft?
"Druck gibt es nicht", sagt Löwe. Denn: "Anders als in den vergangenen Jahren ist das nicht das eine entscheidende Spiel, in dem es darum geht, die Saison zu retten. Am Sonntag wird keine Vorentscheidung fallen. Am 12. Spieltag ist noch keiner Meister geworden."
Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

