Rückstand und ein verballerter Elfer: CFC müht sich beim Schlusslicht zum Sieg

Berlin - Der Chemnitzer FC beendet seine Durststrecke (ein Punkt aus den letzten drei Spielen in der Regionalliga Nordost) und feiert beim Tabellenletzten Hertha Zehlendorf einen mühsamen 2:1-Sieg. Die schwarz gekleideten Himmelblauen verballerten früh einen Foul-Elfmeter. Nach 35 Minuten lagen sie überraschend zurück!

Das abgeschlagene Schlusslicht aus Zehlendorf bejubelte in der 35. Minute die überraschende Führung.  © Marcus Hengst

Zunächst drängte die Mannschaft von Trainer Benjamin Duda auf die frühe Führung. Bereits nach wenigen Sekunden hatte der CFC die erste gute Einschussmöglichkeit. Jonas Marx flankte flach vors Tor. Domenico Alberico kam an den Ball und zog aus spitzem Winkel ab - ein Berliner klärte auf der Linie.

Zwei Minuten später zeigte Schiedsrichter Paul Drößler aus Gotha nach einem Foul an Marx auf den Elfmeterpunkt. Top-Torjäger Dejan Bozic, der in dieser Saison alle neun Strafstöße für Chemnitz sicher verwandelt hatte, war nicht mit in Berlin. Alberico legte sich die Kugel zurecht. Er schoss nicht platziert genug. Hertha-Schlussmann Alexios Dedidis parierte.

Die Chemnitzer machten weiter Druck - das Tor schoss der Tabellenletzte! Niklas Doll hatte in der 35. Minute im Strafraum zu viel Platz. Der Berliner jagte das runde Leder flach ins lange Eck.

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Viertes Saisontor für Marx

CFC-Torjäger Jonas Marx sorgte in der 41. Minute für den schnellen 1:1-Ausgleich.  © Marcus Hengst

Die Reaktion der Duda-Elf ließ nicht lange auf sich warten. Marx sorgte sechs Minuten später mit einer beherzten Aktion für den Ausgleich. Das vierte Saisontor für den 21-Jährigen, der zwei Minuten später das 2:1 auf dem Fuß hatte. Dedidis war auf dem Posten.

In der 63. Minute ging der Hertha-Torhüter im Strafraum zu rustikal zu Werke und rammte Marx zu Boden. Drößler zeigte zum zweiten Mal auf den Elfmeterpunkt. Dieses Mal nahm sich Routinier Felix Müller der Sache an. Er nutzte den Strafstoß zur 2:1-Führung für die Duda-Elf, die bei weiteren Torchancen sündigte.

Das hätte sich fast gerächt. In der Schlussphase reagierte Torwart Daniel Adamczyk mehrfach stark. Gegen Shinji Yamada rettete Müller auf der Linie. So blieb es vor 379 Zuschauern auf dem Zehlendorfer Ernst-Reuter-Sportfeld beim glücklichen Sieg für die Gäste.

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Jetzt heißt es für die Chemnitzer gut regenerieren, bevor am Mittwochabend das Spiel der Spiele steigt. Im heimischen Stadion empfängt der CFC im Landespokal-Halbfinale den Erzrivalen FC Erzgebirge Aue.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 29 57:24 64
2 FC Carl Zeiss Jena 30 58:30 63
3 Hallescher FC 29 55:30 56
4 FSV Zwickau 30 46:40 55
5 FC Rot-Weiß Erfurt 29 56:38 54
6 VSG Altglienicke 29 42:35 46
7 Chemnitzer FC 30 46:45 41
8 BFC Preussen 29 39:44 41
9 1. FC Magdeburg II 29 46:40 40
10 Hertha BSC II 29 44:52 39
11 FSV 63 Luckenwalde 30 34:42 39
12 BFC Dynamo 29 39:43 35
13 SV Babelsberg 03 30 50:54 32
14 ZFC Meuselwitz 29 40:48 32
15 BSG Chemie Leipzig 29 31:44 28
16 Greifswalder FC 30 29:42 28
17 FC Eilenburg 29 28:49 21
18 Hertha 03 Zehlendorf 29 22:62 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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