Tumult nach Abpfiff in Chemnitz: Ordner müssen Spieler trennen, Jena-Coach Grote flippt aus!

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Chemnitz - Da war einer auf 180! Jenas Trainer Marco Grote (53) flippte nach dem ganz späten Ausgleichstor zum 1:1-Endstand am Freitagabend im Auswärtsspiel beim Fußball-Regionalligisten Chemnitzer FC völlig aus.

Jena-Trainer Marco Grote (53, l.) schimpfte nach dem Spiel wie ein Rohrspatz. Der Schiedsrichter zückte die Rote Karte.
Jena-Trainer Marco Grote (53, l.) schimpfte nach dem Spiel wie ein Rohrspatz. Der Schiedsrichter zückte die Rote Karte.  © Picture Point/Gabor Krieg

Während des Ostklassikers kassierte der Chefcoach zunächst die Gelbe Karte. Nach fast zwölfminütiger Nachspielzeit, in der die Thüringer das 1:1 kassierten, pfiff Referee Florian Lukawski (27) das Spektakel ab.

Grote rannte schnurstracks auf den Schiedsrichter zu, schimpfte wie ein Rohrspatz und bekam von Lukawski die Rote Karte gezeigt.

"Ich habe nichts Schlimmes gesagt, bin nur einen energischen Schritt auf ihn zugegangen", beteuerte der Fußball-Lehrer auf der anschließenden Pressekonferenz. Die TV-Bilder zeigten: Grote feuerte Kopf an Kopf mit dem Unparteiischen eine Schimpftirade ab.

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Die Emotionen kochten nicht nur beim Trainer, sondern auch bei den Spielern beider Mannschaften hoch. Mehrere Chemnitzer Ordner mussten bei der Rudelbildung dazwischengehen, um Schlimmeres zu vermeiden. Wahnsinn!

Ein Ordner musste Marco Grote (2.v.r.) beruhigen.
Ein Ordner musste Marco Grote (2.v.r.) beruhigen.  © Picture Point/Gabor Krieg
Aufgrund zahlreicher Bengalos, die auf der Südtribüne gezündet wurden, musste das Spiel kurzzeitig unterbrochen werden.
Aufgrund zahlreicher Bengalos, die auf der Südtribüne gezündet wurden, musste das Spiel kurzzeitig unterbrochen werden.  © Picture Point/Gabor Krieg
Nebel verteilte sich im Stadion.
Nebel verteilte sich im Stadion.  © Picture Point/Gabor Krieg

Jena-Trainer Marco Grote: "Neun Minuten Nachspielzeit - das war schon ein Brett"

Marco Grote war mit der Länge der Nachspielzeit nicht zufrieden. Er machte seinem Ärger Luft.
Marco Grote war mit der Länge der Nachspielzeit nicht zufrieden. Er machte seinem Ärger Luft.  © Picture Point/Gabor Krieg

Der blanke Wahnsinn war auch das Duell zwischen den Traditionsvereinen. 8431 Zuschauer erlebten einen Fußballabend, den sie so schnell nicht vergessen werden.

Emilio Munser (18) brachte Jena früh in Führung. Danach rannten die Chemnitzer an, erspielten sich zahlreiche Großchancen, trafen zweimal ins Tor. Beide Treffer wurden aberkannt - Abseits!

Unmittelbar nach dem zweiten Abseitstor verpasste Carl Zeiss die Entscheidung. Nach dem Konter schoss Jannes Werner (20) den Ball an die Latte. Den zweiten Versuch klärte Torwart David Richter (27).

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Dann flog Jenas Sören Reddemann (30) vom Platz. Kurz vor der Halbzeitpause hatte bereits Teamkollege Manasse Eshele (27) Gelb-Rot gesehen.

In doppelter Überzahl fand der CFC endlich die Lücke. Ron Berlinski (32) legte für David Vogt (25) auf. Der platzierte die Kugel mit links im Kasten: 1:1 in der 97. Minute!

Grote beklagte nicht nur die Platzverweise, sondern auch die Überlänge: "Neun Minuten Nachspielzeit - das war schon ein Brett. Nach dem Pyro-Nebel war das Spiel fünf Minuten unterbrochen. Wie es zu neun Minuten kommt? Das finde ich schon schwierig."

In der Summe ließ Lukawski fast zwölf Minuten nachspielen. Grote: "Am Ende waren es zu viele Dinge, die gegen uns entschieden worden sind."

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Gabor Krieg (3)

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