Frankfurt am Main - Die Frankfurter Eintracht hat wenige Tage vor dem Saisonauftakt noch diverse Baustellen. Das hat nicht zuletzt das Debakel im Testspiel gegen den FC Brentford gezeigt. Eine davon befindet sich zwischen den Pfosten.
Auf der Insel setzte es am Wochenende eine 0:7-Klatsche, die sich mit dem Verweis darauf, dass es nur ein freundschaftlicher Test war, nicht einfach wegwischen lässt. Nach "kicker"-Informationen soll bei den Klubverantwortlichen unter anderem ein Umdenken auf der Torhüterposition die Folge sein.
Der eigentlich als Nachfolger von Kevin Trapp (36) auserkorene Kaua Santos (23) sollte trotz herber Patzer in der Vergangenheit eine weitere Chance erhalten und als Stammkeeper der Hessen unter Trainer Adi Hütter (56) in die neue Saison gehen, Michael Zetterer (31) als Nummer zwei dahinter.
Wirklich überzeugt vom Schlussmann dürfte die Chefetage zwar wahrscheinlich nicht sein, andere Baustellen erhielten allerdings augenscheinlich Vorrang - zumindest bis zum Debakel in Brentford.
Santos gab gegen die Engländer wie die gesamte Mannschaft keine gute Figur ab und könnte sich damit endgültig auf die Bank befördert haben - zumindest wenn Sportvorstand Markus Krösche (45) und Co. eine passende Lösung finden.
Holt Eintracht Frankfurt Noah Atubolu vom Bundesligakonkurrenten SC Freiburg in die Mainmetropole?
Ein möglicher Kandidat ist dem Bericht zufolge Noah Atubolu (24), der sich beim SC Freiburg mit seinen Wechselabsichten komplett ins Abseits manövriert hat. Eine Zukunft hat er im Breisgau nicht mehr, ein neuer Arbeitgeber für den Keeper konnte jedoch bislang nicht gefunden werden.
Der Vertrag Atubolus läuft noch bis zum Sommer 2027, sein Marktwert wird laut "Transfermarkt" derzeit auf rund 25 Millionen Euro taxiert. Da er nach der anstehenden Spielzeit ablösefrei gehen würde und so auch die Freiburger maximales Interesse an einer Einigung haben sollten, dürfte die Summe keineswegs in Stein gemeißelt sein.
Laut "kicker" soll sich der mögliche Wechsel des Torhüters in die Mainmetropole noch in einem "sehr frühen Stadium" befinden. Er könnte aber schon diese Woche deutlich an Fahrt aufnehmen.
Entscheidend dürfte auch sein, wie Atubolu selbst einem Engagement in Frankfurt gegenübersteht. Der 24-Jährige hatte nach seinen überzeugenden Leistungen in der zurückliegenden Saison eigentlich mit einem Wechsel auf die Insel und damit in die Premier League geliebäugelt, auch italienische Vereine sollen Interesse gezeigt haben. Das Transferfenster schließt zwar erst am 1. September, allerdings sollte auch dem Keeper klar sein, dass die Uhr tickt.