Paukenschlag in Frankfurt! Sportboss Krösche tritt zurück - einen Tag vor Mitgliederversammlung

Frankfurt am Main - Paukenschlag bei Eintracht Frankfurt! Trotz des erlösenden 1:0-Heimsiegs gegen den 1. FC Köln hat Sportvorstand Markus Krösche (46) die Segel gestrichen. Hinter den Kulissen werden bereits mögliche Nachfolger gehandelt.

SGE-Sportvorstand Markus Krösche (46) wird in Frankfurt immer mehr kritisch gesehen und könnte die Eintracht schon im Winter verlassen.  © Florian Wiegand/dpa

Wie der Verein am Sonntag mitteilt, erfolgte die Freistellung vom Sportboss auf dessen eigenen Wunsch hin.

"In den vergangenen Monaten habe ich mich intensiv mit meiner persönlichen Situation und meiner beruflichen Zukunft beschäftigt. Nach über fünf sehr erfolgreichen, aber auch sehr fordernden Jahren bei diesem großartigen Klub, habe ich seit einiger Zeit das Gefühl entwickelt, dass ich eine Veränderung brauche – und der Eintracht womöglich ein neuer Impuls auch helfen könnte", begründete der 46-Jährige den Schritt.

"Markus Krösche hat Eintracht Frankfurt in den vergangenen Jahren entscheidend geprägt und einen großen Anteil an der erfolgreichen sportlichen Entwicklung unseres Klubs. Der Gewinn der Europa League, die Teilnahmen an der Champions League und die Weiterentwicklung unserer Mannschaft stehen beispielhaft für diese außergewöhnliche Zeit", dankte Präsident Matthias Beck (55) dem scheidenden Sportchef.

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Das ganz große Vertrauen in die Zukunftsentscheidungen von Markus Krösche war wohl auf beiden Seiten nicht mehr da.

"Diese Aufgabe erfordert von allen Verantwortlichen jederzeit volle Überzeugung und die notwendige Durchschlagskraft", wird Beck in einer Mitteilung vom Sonntag zitiert, wieso es keine gemeinsame Zusammenarbeit geben wird.

Die Krösche-Freistellung birgt Diskussionstoff. Am Montag lädt Eintracht Frankfurt zur Mitgliederversammlung.

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Eintracht Frankfurt hat gravierende Defensiv-Probleme. Kapitän Robin Koch (30, rechts) ist ein Sinnbild für die Probleme der Hintermannschaft, die von Markus Krösche zusammengestellt wurde.  © Jennifer Brückner/dpa

In dieser und in der letzten Saison kriegt die Eintracht die Defensive partout nicht in den Griff.

In dieser Spielzeit hat die SGE in 6 Spielen bereits 16 Gegentreffer kassiert. Abwehrchef Robin Koch (30) wurde öffentlich angezählt und beim 0:6 gegen RB Leipzig nach einer desaströsen Vorstellung ausgewechselt.

Neben ihm fehlt es an Abwehrspielern, die stabile Leistungen zeigen. Auch die Umstellung von Viererkette auf Dreierkette brachte hinten keine Stabilität rein. Wie schon in der Vorsaison reicht oft ein einfacher Angriff über den Flügel aus, um Frankfurt im Deckungszentrum in die Bredouille zu bringen. Zusammengestellt hat Krösche die Frankfurt Verteidigung, kassierte dafür zuletzt Kritik von Trainer Adi Hütter (56) und auch schon von dessen Vorgänger Albert Riera (44).

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Laut "Bild" beschäftigen sich die Frankfurter längst mit potenziellen Nachfolgern. Als Kandidaten gelten unter anderem Nürnbergs Joti Chatzialexiou (50) und Christoph Spycher (48) von den Young Boys Bern.

Auch eine Rückkehr der beiden ehemaligen Eintracht-Verantwortlichen Pirmin Schwegler (39) und Fredi Bobic (54) soll zumindest diskutiert werden. Eine Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen.

Erstmeldung: 16.11 Uhr, zuletzt aktualisiert: 19.06 Uhr

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