"Arm gegen Reich" in Wolfsburg? Egal! Wollitz kündigt volle Offensive von Cottbus an

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Cottbus - Klarer könnten die Rollen nicht verteilt sein: Energie Cottbus tritt am Samstag als krasser "Außenseiter" beim VfL Wolfsburg (Anstoß: 13 Uhr) an. FCE-Trainer Pele Wollitz (61) spricht von einem Duell "Arm gegen Reich".

Fabian Reese (28, r.) und der VfL Wolfsburg sind das mit Abstand teuerste Aufgebot der 2. Liga.
Fabian Reese (28, r.) und der VfL Wolfsburg sind das mit Abstand teuerste Aufgebot der 2. Liga.  © Swen Pförtner/dpa

"Ich habe zur Mannschaft gesagt, dass sie [in Wolfsburg; d. Red.] einen Sponsor haben, der ihnen das ermöglicht", so Energies Trainer.

Wollitz spielt auf die Etats an. Die Wölfe haben sich einen sündhaft teuren Kader mit einem Marktwert von 117 Millionen Euro zusammengestellt, Energie kann sich lediglich ein Aufgebot leisten, das laut transfermarkt.de gut elf Millionen Euro wert ist.

"Aber das macht doch den Reiz aus", erklärt Wollitz und legt mutig noch einen drauf: "Deswegen sage ich schon mal, wir werden noch offensiver spielen als sonst, damit man am Ende die Jungs in Ruhe lässt und [sie] mit mir dann halt den Prügelknaben haben. Es gibt in dem Spiel die Möglichkeit, erfolgreich zu sein."

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Der KSC, Energies übernächster Gegner, fing sich von der Millionen-Truppe um Fabian Reese (28) und Co. gleich fünf Kirschen - und Energie? Fährt mit weit über 3000 Fans in die Autostadt.

Für Wollitz "ist das ein absolutes Statement. Gerade jetzt, wo der Klub dann auch eine Pressemitteilung gemacht hat - Geschlossenheit und Zusammenhalt. Ich glaube, eine bessere Botschaft kannst du der Mannschaft nicht geben."

Pele Wollitz (61, l.) wirkte trotz schwerer Tage zuvor am Donnerstag in der Pressekonferenz kampfeslustig.
Pele Wollitz (61, l.) wirkte trotz schwerer Tage zuvor am Donnerstag in der Pressekonferenz kampfeslustig.  © TAG24/Lukas Schulze

Wollitz sieht die Situation als Chance - Julian Guttau fällt aus, Lucas Copado fraglich

Energies Trainer macht vor Wolfsburg die Brust breit.
Energies Trainer macht vor Wolfsburg die Brust breit.  © Imago / Jan Huebner

Energie hatte am Mittwoch auf Transfer-Funkstille mit einer längeren Erklärung geantwortet, geht den steinigen Weg der Entwicklung vieler junger Spieler, auch weil Verpflichtungen scheiterten. Cottbus sei laut Wollitz "nicht die erste Wahl".

Dennoch sieht er Chancen: "Gerade in so einer Situation kann auch Stärke und Vertrauen entwickelt werden. Die Antwort können wir jetzt geben. [...] Ich habe zur Mannschaft gesagt, es ist eine große Chance, jetzt mit der Situation noch mehr rauszuhauen, noch mehr Überzeugung zu haben, noch mehr Selbstvertrauen."

Breite Brust vom Energie-Trainer, der im ungleichen Duell auf Julian Guttau (26) verzichten muss. Der Offensivkicker hat sich einen Einriss der Plantarfaszie zugezogen.

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Bei Angreifer Lucas Copado (22), der in Badelatschen dem Donnerstagstraining beiwohnte, geht Wollitz davon aus, dass "er am Samstag zur Verfügung steht".

Titelfoto: Bildmontage: Swen Pförtner/dpa; IMAGO / Jan Huebner

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