Cottbus und Cigerci spielen sich gegen Havelse den Frust von der Seele - und ärgern sich trotzdem!

Hannover - Da ist der lang ersehnte Befreiungsschlag! Angetrieben von etwa 1000 lautstarken Gästefans ballert sich Energie Cottbus beim TSV Havelse den Frust von drei sieglosen Liga-Partien von der Seele. Beim 3:0 (2:0) dominieren die Gäste Spiel und Gegner nach Strich und Faden - und ärgern sich trotzdem.

Tolcay Cigerci (ganz links) und seine Teamkollegen schwammen sich gegen Havelse frei.  © IMAGO / Fotostand

Mit dem zuletzt arg verkopften Tolcay Cigerci und viel Druck starteten die Lausitzer im Eilenriedestadion von Hannover.

Nach 14 Minuten zauberte der Topscorer per Hacke Simon Straudi frei, der für Moritz Hannemann auflegte. Seinen Hacken-Abschluss wischte Norman Quindt gerade so von der Linie (14.). Kurz darauf tauchte Hannemann erneut nach Cigerci-Einleitung vor Quindt auf, der wieder in höchster Not parierte (17.).

Cottbus blieb dran und belohnte sich für eine starke Anfangsphase: Lukas Michelbrink steckte auf Linksverteidiger Axel Borgmann durch, der eiskalt vor Quindt vollstreckte (20.).

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Bei Havelse begann der Kopf zu arbeiten. Ballverlust im eigenen Drittel, Erik Engelhardt setzte Cigerci in Szene, der das Vertrauen seines Trainers rechtfertigte - 2:0 Cottbus (23.)!

Energie schaltete einen Gang zurück und verlegte sich aufs Kontern. Straudi legte quer auf Borgmann, Quindt verhinderte das 0:3 (33.). Erst jetzt zeigte Havelse eine Reaktion, Müller umkurvte Cottbus-Keeper Marius Funk - und schob am Tor vorbei (34.). Bezeichnend: Nach 35 Minuten wechselte Havelse und in Lorenzo Paldino einen Stürmer ein.

Die Torchancen hatte weiter Energie, Engelhardt (39.) und Cigerci (45.+1) vergaben die Vorentscheidung, Paldino auf der Gegenseite den Anschluss. Havelse mit dem 0:2 zur Pause richtig gut bedient!

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Energie Cottbus setzt beim TSV Havelse Ausrufezeichen im Aufstiegskampf und hadert mit dem Ergebnis

Unter anderem bekam Jannis Boziaris (l.) seine Startelf-Chance und drehte gut auf.  © IMAGO / Fotostand

Die Gastgeber kamen mit Wut im Bauch aus den Kabinen, den Treffer machte aber Cottbus. Engelhardt und Cigerci spielten Hannemann frei, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste (57.).

Kurz darauf schaltete Havelse nach einem Press-Ball ab und Engelhardt verwandelte mutterseelenallein vor Quindt zum 4:0 (59.). Klammheimlich wurde das Tor wegen Abseits (zu Recht) annulliert - was zunächst nicht alle mitbekamen.

Das Spiel schien so oder so entschieden, Energie verpasste durch Borgmann (64.), Cigerci (67.) und den eingewechselten Merveille Biankadi kläglich (70.) den Deckel draufzumachen.

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Zugleich zeigte Havelse kein wirkliches Aufbäumen, aber auch kein totales Ergeben. Biankadi ließ die nächste Chance auf sein Tor aus (84.), genauso ließ Borgmann seinen zweiten Treffer liegen (90.+4). Da wäre fürs Torverhältnis noch deutlich mehr drin gewesen!

Doch selbst mit dem 3:0 setzt Cottbus ein Ausrufezeichen an sich selbst und im Aufstiegskampf der 3. Liga. Dank der Patzer von Hansa Rostock und 1860 München distanzieren die Lausitzer zwei Konkurrenten.

Erstmeldung: 13.14 Uhr, zuletzt aktualisiert: 16.16 Uhr

Statistik zum Drittliga-Spiel zwischen dem TSV Havelse und Energie Cottbus

3. Liga, 31. Spieltag

TSV Havelse - Energie Cottbus 0:3 (0:2)

Aufstellung Havelse: Quindt - Minz (68. Schepp), Belkahia (85. Schleef), Kolgeci (67. Duah) - Sommer, Berger (86. Oltrogge), Düker, Rexhepi (35. Paldino) - Müller, Boujellab, Ilic. Trainer: Ferchichi.

Aufstellung Cottbus: Funk - Straudi (58. Rorig), Manu, Awortwie-Grant, Borgmann - Pelivan (80. Cvjetinovic), Michelbrink - Tolcay Cigerci (80. Moustfa), Boziaris (58. Biankadi), Hannemann - Engelhardt (86. Tattermusch). Trainer: Wollitz.

Schiedsrichter: Besong (Duisburg)

Tore: 0:1 Borgmann (20.), 0:2 Cigerci (23.), 0:3 Hannemann (57.)

Gelbe Karten: Sommer / -

Zuschauer: 2312

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Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 VfL Osnabrück 31 54:26 64
2 Rot-Weiss Essen 31 62:49 58
3 FC Energie Cottbus 31 58:44 57
4 SC Verl 30 70:41 54
5 MSV Duisburg 31 54:42 54
6 FC Hansa Rostock 31 55:35 53
7 TSV 1860 München 31 47:40 50
8 SV Wehen Wiesbaden 30 42:33 48
9 SV Waldhof Mannheim 31 50:55 46
10 Alemannia Aachen 30 53:51 44
11 Viktoria Köln 31 44:43 41
12 FC Ingolstadt 04 30 50:41 40
13 SSV Jahn Regensburg 31 42:45 40
14 VfB Stuttgart II 31 36:49 39
15 TSG 1899 Hoffenheim II 31 58:57 38
16 1. FC Saarbrücken 30 40:46 33
17 SSV Ulm 1846 30 39:62 25
18 FC Erzgebirge Aue 31 37:59 24
19 TSV Havelse 31 43:72 23
20 1. FC Schweinfurt 05 31 29:73 17

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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