Drahtseilakt auf dem Transfermarkt - die NICHT-Kandidatenliste von Cottbus

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Cottbus - Die Uhr tickt! Bis zum 1. September, 20 Uhr will Cottbus noch bis zu vier Neue holen. Nach TAG24-Recherchen ist Energie dabei durchaus wählerisch.

Moritz Heyer (31) spielte viele Jahre für den HSV, steig aber zuletzt mit Düsseldorf aus der 2. Liga ab. (Archivfoto)
Moritz Heyer (31) spielte viele Jahre für den HSV, steig aber zuletzt mit Düsseldorf aus der 2. Liga ab. (Archivfoto)  © Picture Point / Sven Sonntag

So wurden den Lausitzern in den zurückliegenden Wochen und Monaten zahlreiche Spieler angeboten, die schon mehrere Saisons 2. Liga im Tank haben.

Darunter: Leon Bell Bell (29, Linksverteidiger) und Moritz Heyer (31, Defensivallrounder). Beide sind ohne Verein und würden die nötige Zweitliga-Reife mitbringen.

Das gilt auch für Sven Köhler (29). Der frühere Kapitän von Eintracht Braunschweig entschied sich für das Auslands-Abenteuer auf Zypern bei AEK Larnaka, Energie hatte abgewunken.

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Warum schlägt der Aufsteiger nicht bei gestandenen Zweitliga-Profis zu? Öffentlich äußern will sich Cottbus dazu naturgemäß nicht.

Zur ganzen Wahrheit gehört aber, dass Bell Bell und Heyer seit gut zwei Monaten ablösefrei auf dem Markt sind - und kein Zweitligist bisher zugeschnappt hat.

Energies Trainer-Manager Pele Wollitz (61) warnte zuletzt mehrfach auf Pressekonferenzen: "Namen holen kann auch nach hinten losgehen. Ich erinnere nur an die Saison 2013/14 oder 2015/16, wo man gesagt hat - wir sind das Bayern München der 2. oder 3. Liga. Man sieht ja, wo das hingeführt hat."

Pele Wollitz wirbt um Geduld und verweist auf die Vergangenheit

Energie Cottbus und Pele Wollitz (61) tun sich derzeit auf dem Transfermarkt schwer.
Energie Cottbus und Pele Wollitz (61) tun sich derzeit auf dem Transfermarkt schwer.  © Friso Gentsch/dpa

Zugleich wiederholte Wollitz nach der 0:3-Abreibung in Bielefeld eindringlich: "Es reicht in allen Belangen nicht in dieser Liga Fuß zu fassen, was wir anbieten."

Die beiden letzten Lausitzer Neuen waren in Dmytro Bogdanov und Luca Erlein (beide 19) zwei (Top)-Talente, für die die 2. Liga Neuland ist.

Wollitz wirbt um Geduld: "Ich glaube, dass wir im Winter auch gezeigt haben, dass wir Spieler dazu nehmen können, wo man glaubte: Das ist nicht finanzierbar. Das liegt aber auch am kommenden Spieler."

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Cottbus muss einmal mehr den Drahtseilakt zwischen sportlicher Qualität und wirtschaftlicher Vernunft meistern.

Vertrauen ist angebracht: Wollitz, Kaderplaner Maniyel Nergiz (43) und Präsident Sebastian Lemke (43) haben immer bewiesen, dass sie mit schmalem Geldbeutel eine schlagkräftige Truppe auf die Beine gestellt bekommen.

Wollitz: "Jetzt werden wir sehen, ob wir Lösungen hinbekommen; ob wir bereit sind, das Risiko anders zu gestalten oder wir sagen: Auf der ein oder anderen Position machen wir nichts."

Titelfoto: Picture Point / Sven Sonntag

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