Plädoyer vor dem Präsidium: Hier wirbt Wollitz um einen neuen Top-Stürmer
Cottbus - Nah dran war nicht genug! Für Pele Wollitz war der beherzte Pokalfight gegen Augsburg (0:2) kein Grund zur Zufriedenheit. Im Gegenteil: Im Nachgang forderte Energies Trainer eindringlicher denn je einen neuen Top-Stürmer.
"Man braucht das nötige Personal dafür. Aber das kann ich Ihnen nicht beantworten, das kann am Ende auch nur der Club beantworten. [...] Es wäre aus meiner Sicht gut für die Mannschaft, damit die Mannschaft sich in dem ein oder anderen Spiel auch für hoffentlich großen Aufwand belohnen wird", so Energies Trainer nach der bitteren Pokal-Pleite.
Man musste ganz genau die Ohren spitzen, um herauszuhören: Hier fordert Wollitz nichts anderes als einen nachgewiesenen Torjäger!
Denn die Belohnung für eine starke Leistung liefert ein Abschlussspieler, den Energie an diesem Nachmittag nicht hatte.
Nach dem Verletzungs-Schock um Torgarantie Erik Engelhardt (28) sucht Energie nach Alternativen. Speziell Moritz Hannemann (28) betrieb gegen Augsburg an der Seite von Lucas Copado (22) Eigenwerbung, agierte in einer Schlüsselszene aber zu verkopft.
Deswegen erneuerte Wollitz nach dem Spiel seine Wünsche - mit einem bemerkenswerten Beisatz: "Ob er [der Verein, Anm. d. Red.] das will, ob er das kann, ob das sinnvoll ist, werden wir jetzt in den nächsten Tagen sehen."
Pele Wollitz fordert vom Verein mehr finanzielles Risiko, um die Zweitliga-Klasse zu halten
Energies Problem: Durch den verpassten Pokal-Triumph haben sich auch die Hoffnungen auf kurzfristige Mehr-Einnahmen zerschlagen.
Und damit wohl auch der Fantraum auf eine Verpflichtung von Dawid Kownacki (29). Wie TAG24 bereits berichtete, soll er in Bremen ein Millionen-Gehalt beziehen, ohnehin gab es bis Donnerstag keinen Kontakt.
Wollitz: "Ich bleibe dabei, das habe ich vor Wochen gesagt, wir müssen risikofreudiger werden. Wenn wir das nicht werden, können zwölf Monate schnell vorbeigehen. Dann guckt man sich an und sagt: 'Warum hätten wir nicht mehr ... [investiert, Anm. d. Red.]?'"
Klingt fast nach einem Plädoyer. Muss Energies leitender sportlicher Angestellter gegenüber dem Präsidium Überzeugungsarbeit liefern, um sich eine große Sturm-Lösung zu leisten?
Titelfoto: Robert Michael/dpa

