Nach Sieg-Geschenk an Fürth: Energies Bittencourt redet Klartext mit seinem Team!
Cottbus - Dumm, dämlich, Energie! Im Heimspiel gegen Greuther Fürth verteilt Cottbus mehrere Geschenke und gibt den Sieg aus der Hand, kriegt am Ende beim 3:4 (1:1) hinten die Hucke voll. Leonardo Bittencort fordert einen schnellen Lerneffekt von seinen Mitspielern, Kapitän Axel Borgmann beweist im Anschluss Rückgrat.
"Das ist dann ein Ballverlust, der mir nicht passieren darf. Ich habe die Situation falsch eingeschätzt", so der Linksverteidiger zur Szene vor dem 1:2. Energie fing sich keine 60 Sekunden nach Wiederanpfiff das zweite Tor. Schon vor der Pause hatte King Manu unbeholfen einen Elfmeter (45.+1) verursacht, der Cottbus die Halbzeitführung kostete.
Die beiden Aussetzer stellten den Spielverlauf auf den Kopf, brachten Fürth zurück ins Spiel und Energie aus dem Tritt.
Durch einen genialen Ball von Bittencourt auf den erneut von der Bank startenden Tolcay Cigerci kommt Cottbus zurück (70.). Und schenkt das Ergebnis kurz darauf wieder her (72.)! Borgmann bedient: "Das killt dich dann natürlich auf dem Niveau."
Mittelfeld-Chef Leonardo Bittencourt nimmt im Anschluss kein Blatt vor den Mund: "Ich glaube, wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft. Aber am Ende bringt's nichts, wenn du vier Tore kassierst. Heute wurden wir bitter bestraft."
Und dann richtet der Spielgestalter eine ganz klare Forderung an seine Mitspieler: "Das müssen wir schnellstmöglich lernen. Viele sagen immer: Ja, Spieltag Nummer drei, wir haben noch Zeit. Da bin ich kein Freund von - wir haben keine Zeit, weil es ist immer besser, wenn man früh punktet anstatt hinten raus."
Leonardo Bittencourt nimmt seine Mitspieler in die Pflicht
Der Routinier muss es wissen, machte über 300 Spiele in Deutschlands höchster Spielklasse. Nach Trainer Pele Wollitz, der seit Wochen warnt, steuert jetzt der erste Führungsspieler vehement gegen die leichten Fehler und vergebenen Chancen.
"Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir müssen Fehlerquellen eliminieren. Es wird ein harter Weg, das wissen wir. Aber die Mannschaft muss solche Sachen abschütteln und weitermachen", so Bittencourt.
Kapitän Borgmann pflichtet ihm bei: "Ich glaube, dass wir eine überragende erste Halbzeit spielen, aber nicht das zweite Tor machen. Das rächt sich dann."
Immerhin: Bei den Sturm-Rückkehrer Lucas Copado und Spät-Zugang Dmytro Bogdanov platzte der Torknoten, beide erzielten ihren ersten Saisontreffer.
Titelfoto: Imago / Jan Huebner

