Cottbus gibt das Spiel aus der Hand und ist weiter ohne Sieg

Cottbus - Energie Cottbus muss in der Regionalliga-Nordost-Saison auch nach dem zweiten Spieltag weiter auf einen Sieg warten. Die Lausitzer gaben im Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand und kamen nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus.

Maximilian Pronichev (r.) blieb im Erfurt-Trikot bei seiner Rückkehr ins Stadion der Freundschaft blass, während Energie-Stürmer Tim Heike (l.) seine Chance nutzte.
Maximilian Pronichev (r.) blieb im Erfurt-Trikot bei seiner Rückkehr ins Stadion der Freundschaft blass, während Energie-Stürmer Tim Heike (l.) seine Chance nutzte.  © IMAGO / Steffen Beyer

Zweiter Spieltag, zweites Spiel ohne Sieg für den Vorjahresmeister der Regionalliga Nordost. Energie Cottbus kann gegen Meisterschaftskonkurrent Rot-Weiß Erfurt im heimischen Stadion vor 7023 Zuschauern, darunter wohl 700 Schlachtenbummler aus Thüringen, wieder keinen Dreier einfahren.

Das Aufeinandertreffen von FCE und RWE versprach von vornherein Brisanz, es war vergangene Spielzeit das Duell der beiden Spitzenteams der Liga. Außerdem war es die Rückkehr von Maximilian Pronichev, Malcolm Badu und Andrej Startsev ins Stadion der Freundschaft.

Wer erwartet hatte, dass sich Energie nach der Auftaktpleite bei Viktoria Berlin (1:2) verunsichert zeigen würde, wurde eines Besseren belehrt. Zurück in der angestammten 4-3-3-Grundformation zeigte sich Energie spielfreudig und zielstrebig.

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Die Lausitzer genossen zu Beginn Feld- und Chancenvorteile und gingen in Minute neun durch Tim Heike, der für den zuletzt glücklosen Timmy Thiele in der Startelf stand, in Führung. Außerdem wusste Neuzugang Alexander Prokopenko mit viel Spielwitz auf Linksaußen zu gefallen

Auf RWE-Seiten sah Keeper Lukas Schellenberg nicht gut aus beim Gegentor, als der Ball ins kurze Eck einschlug. Die Erfurter zeigten sich generell unerwartet fahrig im Spielaufbau, begannen viele Leichtsinnsfehler und wirkten vor allem in den Abläufen alles andere als abgestimmt.

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Dürfte trotz anfangs ansprechender Leistung nicht zufrieden sein mit dem Ergebnis: Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz.  

Zum ersten Mal stand in Maximilian Pronichev auch der prominenteste RWE-Neuzugang in der Startelf, Caniggia Elva musste aufgrund muskulärer Probleme verletzt passen.

Doch der Deutsch-Russe blieb relativ wirkungslos und probierte sich vornehmlich als tiefer Spielmacher vor der Abwehr. Auch Badu, der an alter Wirkungsstätte von den Energie-Fans mit Beifall empfangen wurde, suchte noch merklich nach seiner Rolle im RWE-System.

Erfurt kam zugute, dass ab Minute 35 die Lausitzer nachließen, mehr und mehr gaben sie die Spielkontrolle ab. Erfurt rächte sich in Minute 52 durch einen Abstauber von Til Linus Schwarz nach einem schlecht verteidigten Freistoß.

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In einem unterhaltsamen wie intensivem Spiel wollten beide Trainer ihre Trümpfe ausspielen und wechselten nahezu komplett durch. Cottbus fand jedoch nicht mehr zu seiner Linie der ersten 30 Minuten, Erfurt gab sich äußert abgeklärt und mit dem Punkt zufrieden. Selbst eine Lausitzer Schlussoffensive blieb wirkungslos, Energie spielte die Angriffe zu unsauber zu Ende.

Der FCE muss sich am Ende vorwerfen lassen, nicht konsequent genug auf das zweite Tor gegangen zu sein, während die Erfurter einen Punkt in einem brisanten Auswärtsspiel holen und mit vier Zählern gut in die Saison gestartet sind.

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO / Steffen Beyer

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