Schluss mit Kuschelkurs in Cottbus! Wollitz will jetzt "handeln"

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Cottbus - Schluss mit Kuschelkurs! Spätestens nach dem fünften sieglosen Spiel in Folge ist Cottbus laut Pele Wollitz (61) im "Klassenkampf" angekommen. Energies Trainer will und muss jetzt gegen den Trend der vergangenen Spiele ansteuern.

Henry Rorig (26) wurde zuletzt defensiv oft allein gelassen, über seine rechte Abwehrseite fielen viele Tore.
Henry Rorig (26) wurde zuletzt defensiv oft allein gelassen, über seine rechte Abwehrseite fielen viele Tore.  © Robert Michael/dpa

Nur gut zwei Wochen ist es her, da lobte Nürnbergs Trainer Miroslav Klose (48) Cottbus in höchsten Tönen. Auch Bochums Uwe Rösler (57) hatte unisono im Vorfeld von einem der "schwersten Spiele der Woche" gesprochen.

Das war es in Halbzeit zwei nicht, Cottbus machte es dem VfL deutlich zu einfach. Die Einschätzung Marcel Lotkas (25) bei TAG24 vor Bochum, dass "nicht viel fehle" für ein Zu-Null-Spiel, erwies sich im Rückblick als Trugschluss.

Die Wahrheit lautete: Nicht zum ersten Mal flog es Energie um die Ohren, wenn sich einzelne Spieler im Defensivverhalten herausnahmen.

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Das rügte Wollitz nach Bochum öffentlich: "Irgendwann hört ein Zugeständnis, das ich jedem Spieler gerne gebe, auf. Weil es in der Verantwortung einfach zu wichtig ist, dann richtige Entscheidungen zu treffen."

Ein sportliches Zugeständnis war, dass bis dato die hier und da ausbaufähige Defensivarbeit von Aufstiegsheld Tolcay Cigerci (31) toleriert wurde.

Doch Energie fängt sich inzwischen reihenweise Angriffe und Gegentore über die rechte Seite. Cigercis Sonderstatus dürfte jetzt weg sein.

Seit Wochen fordert Pele Wollitz, dass sein Team "draufpacken" müsse - die Ergebnisse bleiben aus

Nicht zufrieden - Pele Wollitz (61) erhöht die Forderungen an sein Team. (Archivfoto)
Nicht zufrieden - Pele Wollitz (61) erhöht die Forderungen an sein Team. (Archivfoto)  © Florian Wiegand/dpa

Das defensive "Nacharbeiten" ist ein Punkt, die vielen langen Bälle, die Qualität der zweiten Reihe und die Zeitpunkte für Wechsel weitere Themen. Zudem schränken die Ausfälle von Axel Borgmann (32), Julian Guttau (27) und Erik Engelhardt (28) die Optionen ein.

Energie entschied sich Ende August und im September bewusst, keine externen Spieler nach zu verpflichten. Was sich im September als Vertrauensbeweis für den Bestandskader entpuppte, kommt jetzt als Bumerang zurück!

Stattdessen wiederholt der erfahrene Trainer seit Wochen gebetsmühlenartig, dass sein Team "draufpacken" müsse, das gilt auch für Schlaf, Ernährung, Nachbereitung. Das Ziel: das Maximum aus jedem herausholen.

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Energie Cottbus Cottbus gibt Spiel auch gegen Bochum ab - Wollitz nimmt Pleite auf seine Kappe

Dass Energie schon siebenmal eine Führung herschenkte? Das Los als unerfahrener Liga-Neuling, aber auch ein Zeichen von fehlender Intensität über 90 Minuten.

Schon vor Bochum unkte Energies Trainer: "Das kann passieren, dass wir ja auch irgendwann mal Letzter sind."

Wollitz' Worte hallen nach. Cottbus ist nach den Ergebnissen des zehnten Spieltags vier Teams und zwei Punkte vom Tabellenende entfernt. Kein Grund zur Panik, aber höchste Zeit zum Handeln - der Kuschelkurs ist vorbei.

Titelfoto: Bildmontage: Robert Michael/dpa;

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