Überraschungs-Einschätzung von Sky-Experte: Dieser Club ist für ihn "mit das Beste der 2. Liga"

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Cottbus - Länderspielpause in der 2. Liga, Zeit für ein Zwischenfazit nach sechs Spieltagen. Für Sky-Experte Fabian Klos (38) steht fest: Aufsteiger Energie Cottbus ist eine große Bereicherung für die zweithöchste deutsche Spielklasse.

Fabian Klos (38) beobachtet die 2. und 3. Liga seit Langem. Für ihn ist Cottbus eine Positiv-Erscheinung.
Fabian Klos (38) beobachtet die 2. und 3. Liga seit Langem. Für ihn ist Cottbus eine Positiv-Erscheinung.  © IMAGO / Maximilian Koch

In der Halbzeitpause der Sonntags-Konferenz bekannte der jahrelange Zweitliga-Stürmer (221 Spiele): "Energie Cottbus ist mit das Beste, was die 2. Liga momentan zu bieten hat."

Allerdings schob Klos eine wichtige Ergänzung ein: "Mit das Beste - was die Offensive angeht." Trotz dieser Einschränkung ist dies ein kleiner Ritterschlag, erst recht, weil Cottbus erstmals nach zwölf Jahren wieder Gast im Bundesliga-Unterhaus ist.

Klos begleitete Cottbus schon in der 3. Liga, prophezeite den Lausitzern Anfang Februar dieses Jahres den Aufstieg in die 2. Liga. Auch eine Liga höher zieht die Truppe von Pele Wollitz (61) gnadenlos den ausgerufenen "Spektakel-Fußball" durch.

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Energie ist mit gepflegtem Flachpassspiel erfolgreich, hat nach sechs Runden die viertmeisten Tore erzielt (14), neun davon aus dem Spiel heraus.

Zudem gibt Energie die sechstmeisten Torschüsse ab (17,33 pro Spiel im Schnitt) und erarbeitet sich die mit Abstand meisten Ecken (7,83 pro Partie) aller Teams.

Pele Wollitz (61) und Energie Cottbus haben eine unverkennbare Spielphilosophie etabliert.
Pele Wollitz (61) und Energie Cottbus haben eine unverkennbare Spielphilosophie etabliert.  © Frank Hammerschmidt/dpa

Energie Cottbus erntet für den Spielstil viele Schulterklopfer

Auch Wolfsburg-Trainer Tobias Strobl (38) stimmte eine Lobeshymne auf die Cottbuser an.
Auch Wolfsburg-Trainer Tobias Strobl (38) stimmte eine Lobeshymne auf die Cottbuser an.  © Michael Matthey/dpa

Für die Philosophie erhält Cottbus viele Schulterklopfer. Tobias Strobl (38), heute Cheftrainer von Liga-Krösus VfL Wolfsburg, kennt Energies Spielstil aus der 3. Liga mit Verl und meint:

"Das Inspirierendste für mich ist: Sie bleiben ihrem Weg treu. Sie gehen jetzt nicht nur auf 'Jetzt aber Ergebnis' und 'Wir müssen', sondern sie wollen mit ihrer Art und Weise, was sie vier Jahre jetzt gefestigt haben, den Erfolg und den Weg weitergehen. Und das inspiriert mich und das gefällt mir. Und das macht sie auch extrem schwer greifbar, weil sie einen klaren Plan haben."

Stand jetzt geht dieser auf, obwohl Goalgetter Erik Engelhardt (28) seit dem zweiten Spieltag verletzt fehlt. Statt eines Schlüsselspielers verteilen acht verschiedene Torschützen die Last auf ihren Schultern.

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Nach der Länderspielpause muss Energie bei allem offensiven Hurra-Fußball dann die Zahl der Defensiv-Aussetzer (13 Gegentreffer) reduzieren.

Titelfoto: IMAGO / Maximilian Koch

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