Verletzungsrätsel um Cottbus-Neuzugang: Er ist gar nicht im Trainingslager!
Oberndorf in Tirol (Österreich)/Cottbus - Seit zwei Tagen weilt Energie Cottbus im Trainingslager in Österreich, doch einer fehlt entgegen aller Annahmen: Neuzugang Fousseny Doumbia (21) hat sich verletzt und ist gar nicht mit gereist!
Das Unglück sei nach Vereinsangaben im Testspiel gegen die Bubis von Hertha BSC (3:1) passiert. Das war am 4. Juli. So richtig bekam die breite Öffentlichkeit davon gar keinen Wind.
Doumbia fehlte auf jeden Fall schon in der Vorwoche im Training. Am Freitagabend erreichte TAG24 ein Bild vom lädierten Verteidiger, wie er mit einem voluminösen Schuh bei einer Autogrammstunde in Cottbus weilte.
Zu dem Zeitpunkt gab es öffentlich gar keine Kenntnis über eine Verletzung. Sogleich gingen die Spekulationen los, Doumbia könnte sich die Achillessehne gerissen oder den Fuß gebrochen haben.
Energie klärte am Montag gegenüber TAG24 den Fall auf.
Die Rede ist von einer Kapselverletzung am Zeh, die ein gegen den Ball treten überaus schmerzhaft macht. Der Fuß müsse absolut ruhig gestellt werden, nur zum Schlafen dürfte Doumbia den Spezialschuh ausziehen.
Fousseny Doumbia muss einen Spezialschuh tragen und den Zeh ruhig stellen
Umso kurioser war dann, dass Doumbia ursprünglich auf der 27-Mann-Kaderliste auftauchte, die ins Trainingslager fahren sollte. Dass er nicht vor Ort ist, fiel zunächst gar nicht groß auf.
Jedoch war die Abwehrkante weder in Finsterwalde beim letzten Test vor der Abfahrt dabei - noch ist er Teil des Reisetrosses in Österreich. Doumbia wird auch nicht nachkommen.
Großes Pech für den Neuzugang, der als Entdeckung der bisherigen Vorbereitung galt!
Energie hat Doumbia von der U21 Eintracht Frankfurts ausgeliehen, wo er zuvor in der fünftklassigen Hessenliga spielte. Den Riesen-Sprung in die 2. Liga merkte man dem Neuen in der Vorbereitung so aber gar nicht an.
Der 21-Jährige überzeugte bis dato als umsichtiger und souveräner linker Innenverteidiger. Umso bitterer, dass der Newcomer jetzt den entscheidenden Teil der Vorbereitung verpasst.
Titelfoto: IMAGO / Fotostand

