Cottbus/Bochum - Sorgt dieser Seitenhieb bei Berkan Taz (27) für die nötige Prise Extra-Motivation? Vor der Rückkehr des heutigen Bochumers in die Lausitz drückt ihm sein früherer Förderer Pele Wollitz (61) eine Ansage.
Auf der Pressekonferenz vor dem Flutlicht-Hit gegen den VfL Bochum (Freitag, 18.30 Uhr) witzelt Energies Trainer in Richtung Taz: "Er hat sich, wenn er am Freitag spielt, zurückzuhalten."
Wollitz weiß wie kein Zweiter, welche Qualitäten der gebürtige Berliner mitbringt. In der Hinrunde der Saison 2019/20 begleitete der Talent-Förderer Taz bei dessen ersten Schritten als Profi.
"Wir haben ihm damals den Weg geebnet", so Wollitz sichtlich stolz.
Unter dem Trainer-Vater schaffte Taz den Durchbruch im Herrenfußball, lieferte starke 14 Tore und acht Assists in 22 Partien in der Regionalliga Nordost. Nach sieben Jahren hat er den Sprung ins Bundesliga-Unterhaus geschafft.
Wollitz kommentiert: "Berkan Taz spielt für mich zu Recht 2. Liga. [...] Man sieht aber auch, zwischen 3. Liga und 2. Liga, dass das nicht von heute auf morgen geht."
Pele Wollitz hält nach wie vor ständigen Kontakt zu Berkan Taz
Taz hatte beim gestandenen Zweitligisten einen schwierigen Start, saß oft nur auf der Bank, wartet nach wie vor auf seine erste Torbeteiligung.
Am Dienstag schmiss der VfL Bundesligist Mainz 05 (2:0) aus dem DFB-Pokal - mit Taz in der Startelf. Wollitz: "So wie ich das einschätze, hat man auch die Geduld und die Überzeugung."
Könnte es eines Tages dennoch zu einem Cottbus-Comeback kommen? Unter anderem in der Winterpause 2023/24 hatte Energie seine Fühler nach dem Edeltechniker ausgestreckt. Auch im Frühsommer gab es mindestens losen Kontakt, als Taz ablösefrei auf dem Markt war.
Wollitz vielsagend: "Er hat sich dann für Bochum entschieden, ich weiß, dass er mehrere Möglichkeiten hatte. [...] Ich bin mit ihm im ständigen Austausch."
Zunächst einmal sehen sich Wollitz und Taz am Freitag als Kontrahenten wieder. Gegen Energie hat Taz noch nie gescort. Und wenn es nach Wollitz geht, bleibt das auch so: "Am Freitag braucht er das nicht zeigen."