Cottbus - "Wir sind gekommen, um zu bleiben. Und wir wollen Spiele gewinnen. Und dann ist es am besten, wenn du in den Heimspielen damit anfängst", stellte Energie-Trainer Pele Wollitz (61) auf der Pressekonferenz vor dem ersten Saisonspiel gegen Hannover 96 (Sonntag, 13.30 Uhr) klar. Und hatte ein prominentes Beispiel im Ärmel.
"Ich hab' sechs Wochen jede Woche meiner Mannschaft gesagt: 'Ihr könnt euch diese vier Beispiele nehmen im Fußball. Paderborn, Elversberg und auf der anderen Seite Düsseldorf, Wolfsburg.'"
Während die beiden ersten Standorte trotz "beschaulicher" Bedingungen den nicht für möglich gehaltenen Bundesliga-Aufstieg schafften, stiegen der potente VfL Wolfsburg in die 2. Liga und Fortuna Düsseldorf in die 3. Liga ab.
Wollitz führt zu Elversberg und Paderborn aus: "Die gehen hoch und die anderen gehen runter. Gut, dass es das im Fußball gibt. Das ist ja eine Motivation."
Auch der eigene Aufstieg sei rückblickend keine "Sensation", aber eine "außergewöhnliche Leistung" gewesen.
Cottbus gilt von den Voraussetzungen für einige Außenstehende als klarer Absteiger. Auch Wollitz schlägt vor dem Start in diese Kerbe: "Wenn man das prozentual bemisst, dann sind wir mit 17 Vereinen nicht auf Augenhöhe. Trotzdem sind wir davon überzeugt, dass wir gegen alle 17 Vereine eine Chance haben, Spiele zu gewinnen."
Energie Cottbus geht als Außenseiter in die 2. Liga, Pele Wollitz will keine großen Namen
Auch bei den von transfermarkt.de erhobenen Marktwerten gilt Energie als Außenseiter. Allein dank Leihzugang Luca Erlein (19) steigert sich der Teamwert überhaupt um zwei Millionen Euro.
Entwicklungsspieler wie er seien für Energie die einzige Chance, im Unterhaus zu bestehen. Selbiges Modell fuhr übrigens die SV Elversberg.
Für Wollitz ist es keine Alternative, auf große Namen zu setzen. Leonardo Bittencourt (32) sei aufgrund seiner Jugendzeit bei den Lausitzern eine Ausnahme.
"Namen holen kann auch nach hinten losgehen. Ich erinnere nur an die Saison 2013/14 oder 2015/16, wo man gesagt hat - wir sind das Bayern München der 2. oder 3. Liga. Man sieht ja, wo das hingeführt hat."
Damals stieg Energie jeweils ab. Diesmal sind die Lausitzer "gekommen, um zu bleiben".