Freiburg - Der SC Freiburg hat erneut eine 2:0-Führung gegen den FC Bayern verspielt! Diesmal lagen die Breisgauer bis zur 81. Minute mit zwei Treffern vorne. Doch zwei späte Distanzschüsse von Tom Bischof und ein Treffer von Lennart Karl in der 9. Minute der Nachspielzeit sorgten für den 3:2-Last-Minute-Sieg der Münchner.
Die Gastgeber waren von Beginn an giftig. Die Bayern hingegen taten sich äußerst schwer, klare Chancen zu kreieren.
Stattdessen hatten die Breisgauer die Führung auf dem Fuß. Treu vergab die größte Möglichkeit im ersten Durchgang nach einem starken Umschaltspiel der Freiburger (15. Minute).
Der Rekordmeister kam nur selten gefährlich vors Tor. Abschlüsse von Bischof (6.) und Kimmich (20.) blieben harmlos.
Ein Freistoß aus aussichtsreicher Position von Gnabry, der den am Sprunggelenk verletzten Harry Kane im Bayern-Sturm ersetzte, wurde von der SC-Mauer geblockt (30.).
Auf ihren Schlussmann konnten sich die Münchner aber verlassen: Der nach seinem Faserriss in der Wade zurückgekehrte Manuel Neuer rettete gegen Lienhart mit einem überragenden Reflex (34.).
Den Gästen fehlte es im ersten Durchgang an Tempo und Durchschlagskraft, während der Sport-Club mit Bissigkeit überzeugen konnte.
SC Freiburg gelingt Blitzstart nach Wiederanpfiff: FC Bayern kämpft sich zurück
Kurz nach Wiederanpfiff belohnten sich die Freiburger endlich für ihren überzeugenden Auftritt: Nach einem Ballgewinn hämmerte Manzambi die Kugel aus etwa 25 Metern sensationell ins rechte Eck (46.).
Und die Hausherren liefen weiter an! Höler ließ allerdings zwei dicke Gelegenheiten, die Führung auszubauen, liegen (52./54.).
Bayern-Coach Kompany reagiert mit einem Dreifachwechsel: Olise, Pavlovic und Laimer ersetzten Guerreiro, Goretzka und Tah (56.).
Und Olise hatte direkt mit seinem ersten Ballkontakt die bis dahin größte Münchner Chance auf dem Fuß. Der Franzose setzte den Ball aber knapp am Kasten vorbei (57.).
Auf der anderen Seite erwischte eine Freiburger Ecke die Bayern eiskalt. Neuer faustete die Hereingabe im Getümmel direkt zu Höler, der humorlos verwandelte (71.).
Tom Bischof verdarb den Hausherren in der Schlussphase jedoch noch den sichergeglaubten Sieg. Der 20-Jährige verwandelte gleich zwei Distanzschüsse (81./90.+2).
In der 9. Minute der Nachspielzeit wurde es dann richtig bitter für den SC Freiburg: Lennart Karl erzielte nach Vorbereitung durch Davies noch den Siegtreffer für die Bayern.
FC Bayern gegen SC Freiburg: Statistik zum Bundesliga-Duell
SC Freiburg: Atubolu - Treu, Ginter, Lienhart, Günter (65. Kübler) - M. Eggestein, Manzambi (78. Matanovic) - Beste (78. Irié), Y. Suzuki (90. Höfler), Scherhant - Höler (90. Ogbus)
Bayern München: Neuer - Stanisic, Tah (56. Laimer), Kim (87. Davies), Bischof - Kimmich, Goretzka (56. Pavlovic) - Karl, Guerreiro (56. Olise), Luis Díaz - Gnabry (65. Musiala)
Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin) - Zuschauer: 34700 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Manzambi (46.), 2:0 Höler (71.), 2:1 Bischof (81.), 2:2 Bischof (90.+2), 2:3 Karl (90.+9)
Gelbe Karten: Ginter (2), Atubolu (1) / Tah (6), Olise (6), Karl (1)
Beste Spieler: Atubolu, Manzambi / Bischof, Olise
Tabelle 1. Bundesliga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
FC Bayern München | 28 | 100:27 | 73 | |
| 2 |
|
Borussia Dortmund | 28 | 60:28 | 64 | |
| 3 |
|
RB Leipzig | 28 | 55:36 | 53 | |
| 4 |
|
VfB Stuttgart | 28 | 56:38 | 53 | |
| 5 |
|
TSG 1899 Hoffenheim | 28 | 55:41 | 50 | |
| 6 |
|
Bayer 04 Leverkusen | 28 | 58:39 | 49 | |
| 7 |
|
Eintracht Frankfurt | 27 | 50:51 | 38 | |
| 8 |
|
SC Freiburg | 28 | 41:47 | 37 | |
| 9 |
|
1. FSV Mainz 05 | 28 | 35:43 | 33 | |
| 10 |
|
FC Augsburg | 28 | 34:51 | 32 | |
| 11 |
|
Hamburger SV | 28 | 32:41 | 31 | |
| 12 |
|
1. FC Union Berlin | 27 | 31:46 | 31 | |
| 13 |
|
Borussia Mönchengladbach | 28 | 35:48 | 30 | |
| 14 |
|
SV Werder Bremen | 28 | 31:49 | 28 | |
| 15 |
|
1. FC Köln | 27 | 38:47 | 26 | |
| 16 |
|
FC St. Pauli | 27 | 24:44 | 24 | |
| 17 |
|
VfL Wolfsburg | 28 | 38:63 | 21 | |
| 18 |
|
1. FC Heidenheim | 28 | 29:63 | 16 | |
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.