Von Manuel Schwarz
München - Der FC Bayern plant laut "Münchner Merkur/tz" den Verkauf von Anteilen an seiner Profifußball-AG und soll dafür rund 250 Millionen Euro kassieren.
Dem Artikel zufolge wolle Viessmann fünf Prozent an der Aktiengesellschaft übernehmen, die der Rekordmeister laut Satzung noch veräußern kann. Der Verein äußerte sich auf dpa-Anfrage nicht zu dem Bericht.
Laut "Bild" handelt es sich bei dem potenziellen Käufer aber nicht um den bisherigen Bayern-Sponsor Viessmann Climate Solutions, sondern die Viessmann Generations Group. Deren Chef ist Max Viessmann (35), der schon Verwaltungsbeirat der Münchner ist. Das deckt sich mit dpa-Informationen.
Sportvorstand Max Eberl (52) sagte bei der Vorstellung von Neuzugang Ismael Saibari (25) angesprochen auf den Bericht, er sei bei dem Thema "da jetzt weit weg". Solche Verhandlungen seien Aufgabe des Stammvereins und von Präsident Herbert Hainer.
"Was ich nur ganz allgemein vom FC Bayern weiß und heute auch kennenlernen durfte, ist, dass natürlich der Klub immer ein Stück weit denkt, wie kann man eben weiter stabil sein." Es gehe darum, in der "verrückten Fußballwelt" wettbewerbsfähig zu bleiben, ergänzte Eberl.
Sponsor beim FC Bayern: Viessmann ist nicht gleich Viessmann
Viessmann ist ein nordhessisches Traditionsunternehmen, das viele Sportfans vor allem über Sponsoring etwa im Biathlon, Rodeln oder Ski nordisch kennen. Dessen Heiztechnik-Branche wurde 2023 an den US-Konzern Carrier verkauft und ist als Viessmann Climate Solutions weiterhin Partner von Wintersportlern.
Seit 2018 kooperiert Viessmann auch mit dem FC Bayern und baute diese Zusammenarbeit in den Jahren danach immer weiter aus. Dem Vernehmen nach geht das reguläre Sponsoring auch weiter - allerdings werde Viessmann Climate Solutions nicht als Anteilseigner bei den Münchnern einsteigen.
Nach der Übernahme durch Carrier entstand daneben die Holding Viessmann Generations Group unter der Leitung von Max Viessmann. Der Milliardär und Investor sitzt bereits seit vergangenem Frühjahr im Verwaltungsbeirat der Münchner. Eine Anfrage, ob diese Holding die fünf Prozent der Anteile am FC Bayern übernimmt und wie viel sie dafür zahlt, blieb zunächst unbeantwortet.
Neben dem Verein als Hauptanteilseigner (75 Prozent) halten Adidas, Audi und Allianz bislang je 8,33 Prozent an der FC Bayern München AG.