München - Nach seinem Zusammenbruch am Freitag liegt Bayern-Trainer Vincent Kompany (40) im Krankenhaus. Bei der Pressekonferenz zum Spiel der Münchner in Freiburg hat Bayern-Sportvorstand Max Eberl (53) am Samstag ein erstes Update zum Gesundheitszustand des Belgiers gegeben.
"Also erstmal die gute Nachricht: Er ist stabil. Gestern Abend auch gesprochen, auch mit seiner Frau. War für uns alle auch kein schöner Moment, er ist zusammengebrochen, ist ins Krankenhaus gekommen. Und wird da auch noch ein paar Tage bleiben. Das zeigt mal wieder, dass Fußball nicht das Wichtigste im Leben ist. Wir als Bayern München stehen zusammen", sagte Eberl.
Das Wichtigste sei nun, dass die Ärzte die Ursache des Zusammenbruchs finden, er gesund wird und zurückkommen kann. "Das wird die größte Aufgabe sein, ihn auch ein Stück weit vor sich selbst zu schützen", so Eberl weiter.
Co-Trainer Aaron Danks (43) suchte vor der Konferenz noch ein persönliches Gespräch mit Kompany. "Ich habe letzten Abend mit ihm gesprochen und ihm gesagt, dass wir keine Fußball-Konversation führen werden. Ich wollte nur wissen, wie es ihm geht. Wir kümmern uns um alles."
Dennoch werde Kompany wohl noch mehrere Wochen ausfallen, "das muss uns allen klar sein". Eine schnelle Rückkehr sei nicht zu erwarten.
Kompany brach auf dem Trainingsplatz zusammen
Der FC-Bayern-Trainer erlitt am Rande des U23-Trainings einen Kollaps, ein Hubschrauber wurde angefordert. Am Ende wurde der 40-Jährige per Krankenwagen abtransportiert. Vor allem für die jungen Spieler auf dem Platz kein leicht zu verarbeitendes Bild.
"Bei der U23 war es so, die haben das ja hautnah mitbekommen am Training. Für 17-, 18‑jährige Jungs war das überfordernd und das ist auch nur menschlich", sagte Eberl. Das für Samstag angesetzte Regionalliga-Spiel der U23 gegen Vilzing wurde derweil abgesagt. "Viele Menschen haben noch keine negativen Erfahrungen gemacht, deswegen konnten wir es zum Glück verschieben", so Eberl.
Weitere Spiele sollen nicht ausfallen: "Wir haben keine einfache Phase, wir haben das mit Jamal (Musiala), wir haben das mit Jos (Kimmich) Papa jetzt das mit Vinnie. Wir sind füreinander da, das ist eben Bayern München. Das stärkt uns gerade, als Familie da zusammenzustehen", sagte der Bayern-Boss.