Bayern-Neuzugang Saibari spricht über schweren Schicksalsschlag: "Zerreißt mir das Herz"
München - Diese Geschichte ist ergreifend: Bayern-Neuzugang Ismael Saibari (25) hat über seine Freundschaft zu Ex-Profi Abdelhak Nouri (29) gesprochen, der seit einem Herzstillstand auf dem Platz ein schwerer Pflegefall ist.
Nouri gehörte zu den größten Talenten von Ajax Amsterdam. Im Sommer 2017 brach er während eines Testspiels gegen Werder Bremen plötzlich zusammen – Herzstillstand. Er wurde reanimiert und mit dem Hubschrauber in eine Klinik geflogen.
Wenig später stand fest, dass der junge Niederländer schwere, bleibende Hirnschäden erlitten hatte. Seitdem ist er auf intensive Pflege angewiesen und kann weder sprechen noch sich selbstständig bewegen.
Saibari besucht seinen Freund regelmäßig. "Was Abdelhak zugestoßen ist, zerreißt mir einfach das Herz", erzählte er dem Bayern-Vereinsmagazin "51". Und dennoch: "Wenn ich Abdelhak besuche, haben wir immer eine tolle Zeit."
Wie er sich mit Nouri trotz dessen starken Einschränkungen unterhält? "Er kommuniziert mit seinen Augenbrauen, und es war ganz deutlich zu sehen, wie glücklich er für mich war."
Gemeint ist damit Saibaris Wechsel zum FC Bayern. Rund 50 Millionen Euro überwiesen die Münchner nach der WM an die PSV Eindhoven für den marokkanischen Nationalspieler.
Ismael Saibari: Deshalb trägt er beim FC Bayern die Rückennummer 34
"Ich habe es auch ihm überlassen zu entscheiden, welche Rückennummer ich bei Bayern tragen soll", erinnerte sich Saibari weiter. Nouri habe die 34 gewählt – dieselbe Zahl, die er selbst bei Ajax getragen hatte, bevor sein Leben aus dem Nichts auf den Kopf gestellt wurde.
"Es ist ein schöner Gedanke für mich, dass diese Freude vielleicht dazu beiträgt, seinen Zustand zu verbessern", fand Saibari.
Die Freundschaft sei über Saibaris Agenten Ali Dursun, der mit Nouris Bruder zusammenarbeitet, entstanden.
"Die Beziehung ist von Tag zu Tag enger geworden, auch zwischen den Familien. Wir fahren sogar zusammen in den Urlaub", so der 25-Jährige.
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

