Bayern-Trainer Kompany über Neuer: "Manu braucht nur ein Wort zu sagen"
Von Martin Moravec
München - Über die Zukunft von Manuel Neuer (40) möchte Trainer Vincent Kompany (40) nicht reden.
"Aus Respekt, wie so ein Prozess sein muss bei einem Topverein bei einem Topspieler mit einer Topkarriere", stellte der Coach des FC Bayern München vor dem Bundesligaspiel am Samstag (18.30 Uhr) beim FC St. Pauli klar.
Dafür nutzte Kompany die Gelegenheit zwischen den Duellen in der Champions League gegen Real Madrid, um über die Führungsqualitäten des früheren Nationaltorwarts zu sprechen.
Thomas Müller, Joshua Kimmich und eben Neuer hätten es ihm beim Amtsantritt im Sommer 2024 "viel einfacher" gemacht, als er gedacht hatte. Das Trio, von dem sich Müller mittlerweile nach Kanada verabschiedet hat, hatte die Kabine im Griff.
"Manu braucht nur ein Wort oder einen Satz zu sagen, das bringt sofort Ordnung in die Mannschaft. Seine Rolle als Führungsspieler war genauso wichtig wie die auf dem Platz", erzählte Kompany, der seit Freitag genauso alt ist wie sein Keeper, nämlich 40 Jahre.
Manuel Neuer über Zukunft: "Haben alle Zeit der Welt"
"Der Unterschied zwischen Manu und mir ist, dass er unheimlich viel trainiert und alles dafür tut, diese Beweglichkeit zu haben, die für andere vielleicht nicht möglich ist", befand Kompany.
Zuletzt beim 2:1 im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Real bot Neuer eine herausragende Leistung. "Ich freue mich, mit Manu arbeiten zu können."
Wie lange noch? Hängt Neuer noch ein Bayern-Jahr dran? Oder hört er auf im Sommer? Gibt es einen Zeitpunkt, wann die Entscheidung fällt? "Im Moment nicht", antwortete Neuer nach dem ersten Gipfel gegen Madrid vor wenigen Tagen.
Seine Gesundheit spielt eine wichtige Rolle in der Zukunftsfrage. Neuer wartet den Verlauf der nächsten Partien ab, um für sich persönlich die richtige Antwort zu finden: "Wir haben alle Zeit der Welt, der Verein und ich. Da sind wir entspannt."
Sportvorstand Max Eberl wiederum ließ nach dem Kräftemessen im Estadio Santiago Bernabéu durchblicken, dass der Verein den Vertrag noch einmal verlängern würde. "Er braucht auch keine großen Argumente mehr zu liefern. Er soll einfach nur gesund bleiben. Und dann werden wir uns hinsetzen", sagte Eberl.
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