"Der Sieg ist für Vinnie, der Sieg ist für Jo, für seine Familie": Bayern kämpft sich durch schwere Woche

Von David Joram

München/Freiburg - Auch ohne Kompany, Kimmich, Neuer und weitere Stars ist der FC Bayern widerstandsfähig. Torwart Jonas Urbig (23) und Sportboss Max Eberl (53) sprechen nach dem emotionalen 3:1 in Freiburg über die besonderen Umstände.

Bayern konnte sich gegen Freiburg durchsetzen.  © Harry Langer/dpa

Für den Bayern-Torwart hat der Sieg beim SC Freiburg einen besonders hohen Stellenwert. "Zusammenhalt wäre die Überschrift", sagte der 23-Jährige nach dem 3:1 in der Bundesliga. "Für jeden Einzelnen war klar, dass dieses Spiel das Ende einer sehr, sehr schwierigen Woche ist, physisch, aber auch mental", erklärte Urbig, der in der Schlussphase die Münchner vor dem 2:2-Ausgleich bewahrt hatte.

Der Sieg sei viel mehr wert als drei Punkte, "weil es einfach eine große Leistung ist nach dem, was wir die ganze Woche erlebt haben oder erleben mussten", sagte Sportvorstand Max Eberl.

Die Bayern hatten in Freiburg nicht nur auf Cheftrainer Vincent Kompany (40) verzichten müssen, der am Freitag zusammengebrochen war, sondern auch auf etliche Starspieler wie Stammtorwart Manuel Neuer (40), Sechser Aleksandar Pavlovic (22) oder Offensivspieler Luis Díaz (29). Auch Joshua Kimmich (31) fehlte nach einem Trauerfall im engsten Familienkreis.

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"Der Sieg ist für Vinnie, der Sieg ist für Jo, für seine Familie. Der Sieg ist für Lucho. Der Sieg ist für den FC Bayern und für diese Zusammengehörigkeit, die wir einfach jetzt brauchen", betonte Eberl.

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Vincent Kompany (40) liegt seit Freitag im Krankenhaus.  © Tom Weller/dpa

Urbig: "Wirklich außergewöhnlich"

Das Team habe für Kompany und Kimmich gespielt, bestätigte Urbig und fügte an: "Wir haben für unsere angeschlagenen Spieler gespielt, die heute leider nicht dabei sein konnten. Und ich finde, wie wir das diese Woche als Mannschaft, als Verein aufgefangen haben, wirklich außergewöhnlich."

Über Kompany, der von Co-Trainer Aaron Danks (43) als Hauptverantwortlicher an der Seitenlinie vertreten wurde, sagte Urbig:

"Wir hoffen einfach, dass er schnell wieder zurückkommt, aber sich auch die Zeit nimmt, weil wir ihn brauchen. Das ist ganz klar. Aber ich finde, wie wir das heute gemeinsam aufgefangen haben, das wird ihn sicherlich auch stolz machen."

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Das Team spielte auch für Joshua Kimmich (31), der gerade um seinen Vater trauert.  © Tom Weller/dpa

Lob von Eberl: "Den kannst du reinschmeißen"

Nationaltorwart Urbig selbst erhielt ein dickes Lob von Eberl: "Jonas, haben wir immer gesagt, das ist einer, den kannst du reinschmeißen, der steht und der bringt seine Leistung", meinte der Münchner Sportboss. "Er hat einige wirklich gute Paraden gezeigt", ergänzte Danks.

Im DFB-Pokal gegen Zweitligist 1. FC Magdeburg droht Urbig am Mittwoch dennoch ein Platz auf der Bank. Laut Eberl soll Manuel Neuer nach einer Sehnenreizung im Fuß in dieser Woche wieder ins Training einsteigen.

"Ob es dann für Mittwoch reicht oder dann eben für Dortmund, das sehen wir dann." Der Tabellenführer erwartet den punktgleichen BVB am Samstag zum Bundesliga-Gipfel in München.

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