FC Bayern geht gegen Schmäh-Banner auf Meisterfeier vor: Hausdurchsuchung bei 1860-Fan!

München - Mit einem XXL-Schmäh-Banner mit der Aufschrift "FC Bauern Hurensöhne" landeten die Fans des TSV 1860 bei den Meisterfeierlichkeiten des Stadtrivalen einen Coup. Zunächst sah alles danach aus, als würden die Bayern die gelungene Aktion mit Humor nehmen. Doch nun hat sie ein unlustiges juristisches Nachspiel.

Bei der Live-Übertragung der Meisterfeierlichkeiten des FC Bayern im Bayerischen Rundfunk war der Schmäh-Banner nicht zu übersehen.  © Screenshot BR

Wie "Bild" berichtet, hat die FC Bayern München AG Strafantrag wegen Beleidigung gegen Unbekannt gestellt. Der Verein habe das gegenüber dem Blatt bestätigt.

Daraufhin soll es vor wenigen Tagen zu einer Hausdurchsuchung bei einem Löwen-Fan gekommen sein, der an der Aktion beteiligt gewesen sein soll.

Offenbar hatten die Bayern den 1860-Streich doch nicht so locker gesehen, wie sie zunächst erklärt hatten. "Leider können sich unsere Fans nicht revanchieren, denn so schnell wird es bei 1860 keine Meisterschaft zu feiern geben", hatte Vereinspräsident Herbert Hainer (72) danach noch gescherzt.

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Nun standen plötzlich vier Kripobeamte vor der Tür eines 1860-Fans und durchsuchten nach einem Eilbeschluss des Münchner Amtsgerichtes dessen Wohnung. Dabei sollen sie Computer sowie weitere elektronische Geräte beschlagnahmt haben, wie der Anwalt des Beschuldigten gegenüber "Bild" sagte.

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Hausdurchsuchung nach FC-Bayern-Strafantrag: 1860-Verteidiger kritisiert Justiz

Zwischen den Fans des FC Bayern und des TSV 1860 herrscht seit jeher eine Rivalität. Im Jahr 2019 beschmierten Bayern-Anhänger Sitzreihen im Grünwalder Stadion, dem Stammsitz der Sechzger.  © Frank Mächler dpa

Strafverteidiger Sebastian Wagner, der regelmäßig 1860-Anhänger vertritt, kann das Vorgehen der bayerischen Justiz nicht nachvollziehen: "Das geschilderte Verhalten erfüllt keinen Straftatbestand. Bei der FC Bayern AG handelt es sich auch nicht um ein beleidigungsfähiges Kollektiv."

Und weiter: "Man gewinnt den Eindruck, der FCB sagt 'hüpf', und die Münchner Justiz fragt 'wie hoch?'."

Allerdings seien die Hürden für eine Hausdurchsuchung laut Münchner Staatsanwaltschaft nicht besonders hoch. Es reiche bereits ein begründeter Tatverdacht.

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Der beschuldigte 1860-Fan ließ über seinen Anwalt verkünden: "Ein Derby dauert 90 Minuten. Vor Gericht würde ich es mit dem FC Bayern aber auch in der Nachspielzeit aufnehmen."

Am kommenden Sonntag um 14 Uhr steht ein echtes Münchner Stadtderby an: Der TSV 1860 empfängt die zweite Mannschaft des FC Bayern im Rahmen des 14. Spieltages der Regionalliga Bayern.

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