Hamann kritisiert Neuer: Aussagen des Bayern-Stars teils "peinlich"!

München - Zwei frühere Profis des FC Bayern München bewerten Manuel Neuers (36) brisantes Interview sehr kritisch. Ein Abschied vom Rekordmeister sei nicht unwahrscheinlich, meinen Dietmar Hamann (49) und Stefan Effenberg (54).

Dietmar Hamann (49) übt an Manuel Neuer (36) harte Kritik.
Dietmar Hamann (49) übt an Manuel Neuer (36) harte Kritik.  © imago/Jan Huebner

Ex-Nationalspieler Hamann hat Neuer für dessen aufsehenerregende Aussagen scharf kritisiert.

"Einige dieser Zitate sind für mich schlichtweg peinlich", erklärte der 49-Jährige am Samstag in seiner Funktion als Experte bei Sky sehr deutlich. "Da geht es um seine eigene Eitelkeit, da stellt er sich in den Vordergrund und nicht den Verein."

Auf die Frage, ob Neuer je wieder für die Bayern spielen werde, antworte Hamann: "Eher nein."

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Neuer hatte im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung und von The Athletic die Verantwortlichen des Rekordmeisters verbal für die Trennung von Torwarttrainer Toni Tapalovic (42) angegriffen.

Das sei "das Krasseste" gewesen, was er in seiner Karriere erlebt habe, sagte der mit einem Beinbruch noch lange fehlende Neuer. "Für mich war das ein Schlag, als ich bereits am Boden lag. Ich hatte das Gefühl, mir wird mein Herz rausgerissen."

Bayern-Boss Oliver Kahn (53) kündigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bereits "deutliche Gespräche" an.

FC Bayern: Stefan Effenberg sieht Aussagen von Manuel Neuer ebenfalls äußerst kritisch

Stefan Effenberg (54) hält ebenfalls nicht viel von den Aussagen Manuel Neuers (36) und hält an einen Abschied vom FC Bayern München für möglich.
Stefan Effenberg (54) hält ebenfalls nicht viel von den Aussagen Manuel Neuers (36) und hält an einen Abschied vom FC Bayern München für möglich.  © Guido Kirchner/dpa

Tapalovic ist enger Vertrauter des Nationaltorwarts, war zudem auch Trauzeuge bei Neuers Hochzeit.

Dieses persönliche Verhältnis sei nach der Verpflichtung von Yann Sommer (34) entsprechend problematisch gewesen, meinte Hamann. "Das Ausscheiden von Tapalovic war für mich die einzig richtige Entscheidung", erklärte der TV-Experte, der einst selbst für den FC Bayern gespielt hatte.

Auch der frühere Bayern-Anführer Effenberg bewertet Neuers Aussagen ebenfalls kritisch.

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"Nichts und niemand steht über dem Verein. Kein Spieler, kein Trainer ist größer als Bayern München. Nein, der Verein ist immer das Allerwichtigste", schrieb der 54-Jährige in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal t-online und stellte die weitere Zusammenarbeit von Spieler und Verein infrage.

Der Torwart sollte "darüber nachdenken, ob es überhaupt sinnvoll für ihn ist, nach diesen erhobenen Vorwürfen, seinen bis 2024 gültigen Vertrag beim FC Bayern überhaupt noch zu erfüllen – oder es vielleicht besser ist, den Verein zu verlassen".

Ein Abschied im kommenden Sommer würde Effenberg "nicht wundern".

Titelfoto: imago/Jan Huebner

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