CFC macht gegen Aue in Nachspielzeit Deckel drauf: Notfall überschattet hitziges Derby

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Chemnitz - Der Chemnitzer FC feierte am Samstag seinen zweiten Derbysieg in der neuen Regionalliga-Saison. Obwohl Erzgebirge Aue am Ausgleich kratzte, machten die Himmelblauen in der letzten Minute den Deckel drauf und gewannen 3:1 (2:0).

Gedrückte Stimmung trotz Derbysieg. Auf der Gegengerade gab es nach Abpfiff einen medizinischen Notfall.
Gedrückte Stimmung trotz Derbysieg. Auf der Gegengerade gab es nach Abpfiff einen medizinischen Notfall.  © Picture Point / Gabor Krieg

Die Gäste aus dem Erzgebirge starteten gut in die Partie. Bereits in der 9. Minute bekam Torjäger Marcel Bär die erste Großchance - ohne Erfolg.

Während der Trinkpause schaffte es offenbar CFC-Coach Benjamin Duda bei seiner Mannschaft einen Schalter umzulegen. Innerhalb von zehn Minuten gingen die Himmelblauen gleich doppelt in Führung. In beiden Fällen (32. und 41. Minute) traf ausgerechnet der Ex-Auer Tom Baumgart.

In der zweiten Hälfte kamen die Gäste wieder zurück. Bär sorgte für den Anschlusstreffer (53.) und für Hoffnung bei den mitgereisten Fans.

FC Erzgebirge Aue: "Shubis" Hausaufgaben für Defensive und Offensive
FC Erzgebirge Aue FC Erzgebirge Aue: "Shubis" Hausaufgaben für Defensive und Offensive

Während die Gastgeber immer passiver auftraten, kämpften sich die Veilchen nach vorne. Doch der Ausgleichstreffer sollte nicht folgen.

Stattdessen traf Max Fesser in der letzten Minute der Nachspielzeit (90.+6) für den CFC und machte den Deckel drauf. Somit endete das Derby 3:1 für die Gastgeber.

Wir berichteten für Euch im Liveticker. Den gibt es hier zum Nachlesen.

CFC verzichtet auf Jubelfotos und Berichterstattung

Der CFC meldete sich nach dem Spiel über Social Media bei seinen Anhängern und bittet um Verständnis für die zurückhaltende Reaktion. Denn trotz des 3:1-Erfolgs sei dem Verein derzeit nicht nach Feiern.

"Einmal mehr ist klar: Es gibt Wichtigeres als den Fußball", schreibt der Verein weiter. Aus Rücksicht auf die Situation verzichte man am heutigen Samstagabend auf Jubelfotos und eine ausführlichere Berichterstattung zum Spiel.

"Unsere Gedanken sind bei dem betroffenen Zuschauer und seinen Angehörigen. Wir wünschen von Herzen gute Besserung und alles erdenklich Gute."

Medizinischer Notfall auf der Gegengeraden nach Abpfiff

Zum Feiern war nach Abpfiff aber niemandem zumute. Wegen eines medizinischen Notfalls auf der Gegengeraden ist es mucksmäuschenstill. Die betroffene Person wurde abgeschirmt und von den Sanitätern nach draußen gebracht.

Die Aue-Fans zogen während der bangen Minuten den Unmut des Stadions auf sich, weil sie ihre Mannschaft zum Block gerufen und Gesänge angestimmt hatten, statt wie der Rest des Stadions ruhig zu bleiben.

Fazit zum Derby zwischen Chemnitzer FC und FC Erzgebirge Aue

Fesser macht den Derbysieg endgültig klar. Der CFC gewinnt auch das Bezirksderby gegen Aue wie schon gegen Zwickau mit 3:1. Und die Südkurve singt: Aue ist kaputt. Wobei die Veilchen durchaus am Ausgleich dran waren.

Das war's. In der letzten Minute der Nachspielzeit schießt Max Fesser das 3:1.
Das war's. In der letzten Minute der Nachspielzeit schießt Max Fesser das 3:1.  © Haertelpress

Chemnitzer FC macht den Deckel drauf

90.+6: Burghardt vertendelt den Ball leichtfertig und der CFC macht im Konter den Deckel drauf.

War das die letzte Chance für Erzgebirge Aue?

90.+5: Nochmal Ecke für den Schacht. Die letzte Chance?!

90.+4: Den Gästen fällt nicht wirklich viel ein, was es den Himmelblauen leicht macht, die Zeit von der Uhr zu nehmen.

90.+2: Vollversammlung am CFC-Strafraum. Aue findet keine Lücke, deswegen probiert es Lihsek direkt und verzieht.

In den letzten Minuten musste auch CFC-Keeper David Richter nochmal richtig ran.
In den letzten Minuten musste auch CFC-Keeper David Richter nochmal richtig ran.  © Haertelpress

Schafft Erzgebirge Aue noch den Ausgleich? Sechs Minuten bleiben ...

90. Minute: Sechs Minuten muss der CFC noch zittern oder aber die Veilchen zeigen einmal mehr, dass sie späte Tore können.

87. Minute: Fesser rettet für den CFC die Führung, indem er den Ball am zweiten Pfosten ins Toraus spitzelt.

84. Minute: Das hatte sich angedeutet! Löhmannsröben griff sich immer wieder an den hinteren Oberschenkel und muss jetzt raus. Für ihn kommt Justin Gröger.

83. Minute: Jetzt fordert Aue Elfmeter, weil Geipl Pauling im Strafraum von hinten angerempelt. Zwar nicht viel, aber beschweren, wenn es Elfer gibt, braucht sich auch niemand.

Chemnitzer FC auffallend passiv

76. Minute: Der Chemnitzer FC auffallend passiv und in Lauerstellung. Erzgebirge Aue bekommt dadurch etwas Oberwasser.

75. Minute: Wechsel beim Chemnitzer FC und beim FC Erzgebirge Aue. Bei den Himmelblauen kommt Ron Berlinski für Marx. Bei den Gästen wechselt Shubitidze Maciejewski durch Finn Heidrich aus.

Tim Maciejewski (l.) kämpft sich frei. Doch CFC-Keeper Richter ist wieder einmal zur Stelle.
Tim Maciejewski (l.) kämpft sich frei. Doch CFC-Keeper Richter ist wieder einmal zur Stelle.  © Picture Point / Gabor Krieg

Chance für FC Erzgebirge Aue, doch CFC-Keeper hält

73. Minute: Burghardt steckt tief auf Maciejewski, der frei durch ist. Richter ist auf dem Posten und hält den zu zentralen Schuss.

71. Minute: Zweite Trinkpause: Die erste hat der Club genutzt und die Weichen auf die 2:0-Pausenführung gestellt. Wer hat jetzt nochmal eine zündende Idee, Shubitidze oder Duda?

67. Minute: 13.101 Zuschauer sind heute zum Derby an die Gellertstraße gepilgert, darunter über 2000 aus dem Schacht.

66. Minute: Kamm und Pauling kommen für Skarlatidis und Linus Queißer.

FC Erzgebirge Aue wieder wesentlich griffiger

65. Minute: Fast der Ausgleich! Maciejewski mit der Flanke von rechts auf Bär, dessen Aufsetzer-Kopfball David Richter mit einer Glanzparade herauskratzt.

64. Minute: FCE-Co-Trainer Enrico Kern gibt letzte Anweisungen an Willi Kamm und Christoph Pauling, die beide gleich neu in die Partie kommen werden.

62. Minute: Aue ist jetzt wesentlich griffiger, muss bei Umschaltsituationen jedoch höllisch aufpassen.

Anschlusstreffer für FC Erzgebirge Aue

57. Minute: Das sieht nicht gut aus! CFC-Abwehrchef Jan Löhmannsröben greift sich immer wieder an den linken hinteren Oberschenkel und guckt raus zur Bank.

Marcel Bär sorgt für den Anschlusstreffer in der zweiten Halbzeit.
Marcel Bär sorgt für den Anschlusstreffer in der zweiten Halbzeit.  © Picture Point / Gabor Krieg

Wer wenn nicht Bär? Er war auch letzte Saison im Pokalhalbfinale per Doppelpack gegen den Club erfolgreich.

53. Minute: Die Routiniers bringen Aue zurück ins Spiel! Kurz ausgeführte Ecke und dann chipt Skarlatidis den Ball zu Bär, der im Stile eines Torjägers am Fünfer verwertet.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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