FC Erzgebirge Aue: "Shubis" Hausaufgaben für Defensive und Offensive

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Aue - "Ich wusste von vornherein, dass die Jungs hier reinpassen. Jetzt müssen wir sie formen", spricht Khvicha Shubitidze (51) das an, was einen Fußballlehrer ausmacht: Er entwickelt seine Jungs weiter, formt sie, lässt sie reifen.

Jubel nach dem 1:0 von Simon Skarlatidis (35, r.) gegen den BFC Preussen. Kvicha Shubitidzes (51) junge Wilde zahlen zwar noch hier und da Lehrgeld, aber haben sich mit zehn Punkten aus den ersten vier Spielen schon ihre Sporen verdient.
Jubel nach dem 1:0 von Simon Skarlatidis (35, r.) gegen den BFC Preussen. Kvicha Shubitidzes (51) junge Wilde zahlen zwar noch hier und da Lehrgeld, aber haben sich mit zehn Punkten aus den ersten vier Spielen schon ihre Sporen verdient.  © Frank Kruczynski

Auf dem Papier zählt Erzgebirge Aue zu den erfahreneren Mannschaften der Regionalliga Nordost, mit einem Altersdurchschnitt von 25 Jahren. Der Teufel steckt wie immer im Detail.

Martin Männel (38), Simon Skarlatidis (35) und Marcel Bär (34) heben den Schnitt erheblich. Klammert man die drei Routiniers aus, sinkt das Alter des Kaders auf rund 23 Jahre. Am letzten Spieltag kam die Startelf auf ein Alter von 25,4 Jahren (Quelle: Transfermarkt.de), wohingegen es der nächste Gegner Chemnitz auf 27,5 Jahre brachte.

Ähnlich schlägt sich das Ganze bei der Erfahrung durch. In der Regionalliga Nordost am meisten gesehen haben Bastian Strietzel (165 Einsätze), Patrick Kapp (124) und Nils Lihsek (88). Was höherklassige Einsätze anbelangt, stechen Männel (332 Zweit- sowie 266 Drittligaeinsätze), Bär (275 Drittligaeinsätze) sowie Skarlatidis (239 Drittligaeinsätze) heraus.

"Shubi" beweist wieder das richtige Händchen: Joker Kamm sichert FCE dritten Sieg in Serie
FC Erzgebirge Aue "Shubi" beweist wieder das richtige Händchen: Joker Kamm sichert FCE dritten Sieg in Serie

Was das bedeutet: der Rest muss sich seine Sporen erst noch verdienen und das geht halt auch mal damit einher, Lehrgeld zu bezahlen. "Shubi" gestattet seinen Spielern Fehler zu machen.

"Das gehört mit dazu zum Fußball. Fehlerlos ist, glaube ich, keine Mannschaft. Wir arbeiten daran, die Fehler zu minimieren. Stand jetzt lassen wir pro Halbzeit zwei Großchancen zu, dafür haben wir selbst sieben, acht oder neun. Wenn wir das Verhältnis noch positiver in unsere Richtung biegen, denke ich, dass es die nächsten Tage, Wochen und Monate Spaß machen dürfte", so der 51-Jährige.

Aue-Coach Shubitidze vor Bezirksderby: "Wir nehmen die Herausforderung an!"

Aue-Trainer Khvicha Shubitidze will, dass seine Jungs vor dem Tor klarer werden.
Aue-Trainer Khvicha Shubitidze will, dass seine Jungs vor dem Tor klarer werden.  © picture point/Sven Sonntag

Spaß macht das Zusehen dem neutralen Zuschauer schon jetzt, denn in jedem Spiel gab es bislang Tore satt. Aue traf immer mindestens zweimal, machte insgesamt zehn Buden, kassierte allerdings auch schon sechs Tore.

Jetzt geht's gegen zum Bezirksderby beim Club. "Wir müssen zusehen, dass wir noch weniger zulassen. Jede Großchance gegen uns passt mir nicht. Und vor dem Tor können wir vielleicht noch klarer werden. Das sind die zwei Hausaufgaben für unsere Defensive und Offensive", ordnet der Veilchen-Coach ein, wohlwissend, dass die Begegnung mit dem nach Zwickau zweiten Erzrivalen nicht nur für die Fans ein Festtag, sondern tabellarisch auch ein echtes Spitzenspiel zwischen Zweitem und Drittem ist.

Shubitidze: "Wir nehmen die Herausforderung an!"

Titelfoto: Bildmontage: Frank Kruczynski, Picture Point/Sven Sonntag

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue: