Deswegen ist Aues Raumverteidigung zum Scheitern verurteilt gewesen

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Aue - Der FC Erzgebirge verteidigt bei Standards im Raum. Diese Erkenntnis haben die ersten Wochen gezeigt. Was sich ebenfalls herauskristallisiert: Hier ist der Schacht anfällig. Drei der letzten vier Gegentore fielen nach ruhenden Bällen, eins gegen Erfurt (2:2), zwei gegen Chemie Leipzig (1:2), was bei Letzterem von beiden das Genick brach.

Aue-Urgestein Martin Männel (38) zeigt die derzeitigen Schwächen in seiner Mannschaft auf.
Aue-Urgestein Martin Männel (38) zeigt die derzeitigen Schwächen in seiner Mannschaft auf.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Es geht gar nicht darum, wer dran war, sondern zu schauen, dass wir freie Gegenspieler in unserem Strafraum markieren. Die Möglichkeit dazu wäre da gewesen. In einem kurzen Moment haben wir diese Schaltpause", analysierte Martin Männel (38) die Gegentore.

Erst hatte Bastian Strietzel (28) gegen Rudolf Sanin (26) das Nachsehen, dann kam Linus Queißer (22) gegen Julius Hoffmann (22) den Schritt zu spät. "Diese Schaltpausen haben uns den Punkt gekostet", legt Männel den Finger in die Wunde. Das werden viele, die sich mit der Materie auskennen, bestätigen: Wer im Raum deckt, darf nicht im Schlafwagen fahren.

Der Torwart-Veteran hat in seiner Laufbahn alle Herangehensweisen bei der Verteidigung ruhender Bälle mitgemacht. Manndeckung, Raumdeckung oder die kombinierte Mann-/Raumdeckung.

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FC Erzgebirge Aue FCE schlägt für Teamevent in Chemnitz auf

Männel: "Grundsätzlich hat alles seine Vor- und Nachteile. Ich glaube, dass wir bisher stabil waren. Man sieht aber auch, dass jedes System seine Schwächen hat, wenn nicht jeder alles komplett so macht, wie wir uns das vorstellen."

"Der Fairness halber muss man auch sagen, dass die Ecke zum 1:1 sehr scharf getreten war und genau in diesem Raum zwischen zwei Verteidigern runterkam", meint der 38-Jährige.

Simon Skarlatidis ist sauer: "Es regt mich einfach nur komplett auf"

Simon Skarlatidis (35) ärgert sich über die Niederlage. (Archivbild)
Simon Skarlatidis (35) ärgert sich über die Niederlage. (Archivbild)  © picture point/Sven Sonntag

Und das ist ein grundsätzliches Problem, wenn es Aue in den nächsten Wochen nicht abgestellt bekommt. Mehr als vielleicht noch in den höheren Ligen, bedeutet Ballbesitz in der Regionalliga erstmal gar nichts, weil so viele Gegner tief stehen.

"Es regt mich einfach nur komplett auf, dieses Spiel zu verlieren, wo wir die ganze Zeit in der gegnerischen Hälfte den Ball haben", ärgert sich Simon Skarlatidis (35).

"Gefühlt spielen wir Handball am Sechzehner, weil Chemie es auch komplett zugestellt hat. Das ist eklig", fällte der 35-Jährige ein Fazit, was man des Öfteren hören wird - nach Niederlagen noch eher, als nach Siegen.

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Sven Sonntag, Picture Point/Gabor Krieg

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