FCE steuert gegen Chemie auf neuen Zuschauer-Bestwert! "Gibt uns Rückenwind"
Aue - Erzgebirge Aue dürfte an diesem Spieltag mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit der Zuschauermagnet in der Regionalliga Nordost sein. Bis Donnerstag waren über 8500 Tickets für das Heimspiel am Sonntag gegen Chemie Leipzig im Vorverkauf abgesetzt worden. Die Tendenz geht eindeutig auf über 10.000 Zuschauer, was den eh schon starken Schnitt von 7852 Besuchern pro Spiel deutlich heben würde.
"So eine Zuschauerzahl ist immer schön für uns und ich glaube, die Jungs haben sich mittlerweile gewöhnt vor so einem Publikum zu spielen. Zum Anfang hat man bei einigen immer noch große Augen gesehen", sieht Cheftrainer Khvicha Shubitidze (52), dass diejenigen aus seiner Truppe, die nicht über die Erfahrung eines Martin Männel (38), Marcel Bär (34) oder Simon Skarlatidis (35) verfügen, ihren Respekt abgelegt haben und die Kulisse aufsaugen.
"Ich denke schon, wenn sie jetzt auf dem Platz stehen, sorgt das eher für Motivation, als dass es sie überrascht. Und ich gehe auch davon aus, das gibt uns Rückenwind", so Shubitidze, der schon im Vorfeld sehr warme Worte für den Gästeanhang findet.
Zumal der Gästeblock zu den bisherigen Heimspielen doch ziemlich verwaist war, außer gegen den BFC Dynamo - die 10.265 Zuschauer gegen den DDR-Rekordmeister sind auch die eigene Bestmarke in der laufenden Regionalliga-Saison.
Aue-Coach Shubitidze: "Wir wollen das Spiel gewinnen"
"Ich finde es schön, wenn gegnerische Fans mit da sind. Es wird, da bleibe ich dabei, gegen Chemie auch friedlich sein, weil deren Fans sind in meinen Augen eine positive Erscheinung. Die feiern ihre Mannschaft, egal wie es steht oder ausgeht - ähnlich wie bei uns", schwärmt der 52-jährige Fußballlehrer.
Für Block O/P im Erzgebirgsstadion mag das gelten. Aber im restlichen Heimbereich gäbe es schon murren, wenn Aue gegen Chemie Federn ließe.
Das weiß auch Shubitidze: "Wir spielen zuhause, vor vielen Zuschauern. Da gibt es nur dieses eine Ziel: Wir wollen das Spiel gewinnen, auch wenn wir eine sehr solide Leipziger Mannschaft erwarten."
Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Sven Sonntag (2)