Aue - Wer wird denn nun neuer kaufmännischer Geschäftsführer des FC Erzgebirge Aue? Jene Frage wurde in den letzten Wochen häufig gestellt. Seit 1. Juli ist diese Position durch das Ausscheiden von Olaf Albrecht unbesetzt. Sport-Geschäftsführer Matthias Heidrich übt interimsweise eine Doppelfunktion aus.
Wieso zieht sich die Suche so lange hin? Immerhin war bereits Mitte Januar bekannt gegeben worden, dass Albrecht Aue zum Saisonende verlassen würde.
Der Kumpelverein hatte ursprünglich eine klare Wunschbesetzung mit Dr. Nicole Kalemba von der SpVgg Bayreuth. Auch fanden Gespräche statt, an denen nach TAG24-Infos unter anderem Finanzvorstand Thomas Schlesinger teilnahm. Nach Kalembas Absage hatte man im Lößnitztal noch nicht die Flinte ins Korn geworfen.
Gleichzeitig gab es über zwei Dutzend Bewerbungen/Anfragen. So hatten unter anderem auch Ex-Dynamo-Geschäftsführer Michael Born und Marvin Klotzkowsky (folgte Albrecht 2022 als Geschäftsführer beim FSV Zwickau nach) ihren Hut in den Ring geworfen. Die Zeit zog ins Land.
Doch nun könnte alles ganz schnell gehen, wie Kommunikationsvorstand Robert Scholz gegenüber TAG24 bestätigte: "Wir werden demnächst eine Entscheidung treffen und sind dazu in intensiven Gesprächen."
Aue-Kommunikationsvorstand Robert Scholz: "Sorgfalt vor Eile ist das Motto"
Der enge Favoritenkreis setze sich aus Personen zusammen, die aus der Fußballbranche oder der freien Wirtschaft kämen. Als frühest möglicher Zeitpunkt für den Amtsantritt sticht der 1. September ins Auge.
Scholz: "Es kann auch später werden, bis alles final ist und danach die entsprechenden Gremienbeschlüsse erfolgen. Sorgfalt vor Eile ist das Motto. Unser Ziel ist aber, die vakante Stelle so schnell wie möglich zu besetzen."
Und der Ex-Geschäftsführer Albrecht? Der ist nach wie vor für seinen alten Arbeitgeber aktiv. "Er ist immer noch unterstützend als Schnittstelle zur Geschäftsstelle tätig und kümmert sich um die Projekte, die er auch nach seinem Ausscheiden gerne noch abschließen wollte. Dazu steht er dem Verein beratend zur Seite", berichtet Scholz.