Erzgebirge Aue: Kampf um Aufstieg oder Existenz!

Aue - Macht's die Dotchev-Elf nochmal? Fast auf den Tag genau vor einem Jahr ist der FC Erzgebirge mit einem Sieg über den FC Ingolstadt aus der Winterpause gestartet und legte eine rasante Aufholjagd hin, mit der man sich aus dem Tabellenkeller ins Mittelfeld katapultierte. Zwei Tage vor dem diesjährigen Re-Start gegen den Vierten Rot-Weiss Essen ist die Ausgangsposition um Längen besser, Aue als Elfter nur fünf Zähler hinter dem Relegationsplatz. Wie schätzen die Veilchen die Lage ein?

Martin Männel gibt für die Fans auch sein letztes Hemd. Viel lieber würde er ihnen sicher sportlichen Erfolg mit dem FCE schenken.
Martin Männel gibt für die Fans auch sein letztes Hemd. Viel lieber würde er ihnen sicher sportlichen Erfolg mit dem FCE schenken.  © picture point/Sven Sonntag

"Die Ausgangssituation birgt grundsätzlich auch etwas Gefahr", warnt Kapitän Martin Männel (35), der eine zweigeteilte Liga sieht: "Obenrum kämpft alles um den Aufstieg und unten alles um die Existenz."

Lila-Weiß trennen zehn Punkte von der Abstiegszone. Den Vorsprung will man gar nicht erst abschmelzen lassen, denn jenen Existenzkampf im Tabellenkeller hatte Aue letzte Saison am eigenen Leib zu spüren bekommen, weshalb Männels Sinne geschärft sind: "Insofern ist es für uns wichtig, jetzt wieder die Spannung aufzubauen und den Anschluss nach oben herstellen zu wollen."

Damit sind die Ambitionen klar formuliert. Die Veilchen wollen so lange wie möglich im Aufstiegskampf mitmischen. Logisch, schlagen sie damit doch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

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FC Erzgebirge Aue So weit reisen Aue-Fans zu den Auswärtsspielen

Männel: "Ziele nach außen hin zu definieren, macht in meinen Augen wenig Sinn. Wir müssen einfach in jedes Spiel mit dem Anspruch hineingehen, es zu gewinnen. Ich hoffe, dass wir dadurch zeitnah die nötigen Punkte für den theoretischen Klassenerhalt einfahren. Danach kann man über andere Sachen nachdenken. Und wohin es uns ganz am Ende führt, wird sich zeigen."

Beim 1:1 im Hinspiel hielt Martin Männel seinen Auern einen Punkt fest.
Beim 1:1 im Hinspiel hielt Martin Männel seinen Auern einen Punkt fest.  © picture point/Sven Sonntag

Auftakt-Sieg ist wichtig

Wie wichtig der Auftakt ist, zeigte sich im Vorjahr beim Sieg gegen den damaligen Tabellenvierten Ingolstadt, dem danach vier weitere Dreier aus den nächsten sechs Begegnungen folgten.

"Das erste Spiel gegen Essen ist gleich ein Gradmesser, wo wir uns zu Hause gleich ein gutes Gefühl holen können. Erst recht vor der englischen Woche", betont Männel.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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