Maciejewski verwandelt Schacht in der 90. Minute in ein Tollhaus! Aue ringt BFC Dynamo nieder

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Aue - Was für ein Kraftakt! Erzgebirge Aue ringt den BFC Dynamo durch den späten Treffer von Tim Maciejewski (90.) mit 3:2 (2:1) nieder und feiert am Donnerstagabend vor 10.265 Zuschauern den ersten Heimsieg.

Aue-Kicker Linus Queißer trifft zum 2:1.
Aue-Kicker Linus Queißer trifft zum 2:1.  © picture point/Sven Sonntag

Es war eine Partie, in der man alles geboten bekam, vom Anwärter auf das "Tor des Monats", über Maciejewskis Lucky Punch bis hin zu einer Auer Hintermannschaft, die sich noch deutlich straffen muss - und natürlich eine fantastische Kulisse.

Mit Anpfiff gab es den gewohnten Protest für die Regionalliga-Reform, wofür der Ball eine Minute lang ruhte und aus dem Auer Fanblock vom Capo, seines Zeichens auch FCE-Aufsichtsratsmitglied, "Scheiß NOFV" angestimmt wurde.

Als der Ball dann rollte, brauchten die Veilchen nicht lange, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Nachdem Diren-Mehmet Günay unter Druck am eigenen Sechzehner den kapitalen Bock schoss und Nils Lihsek (6.) das Leder direkt in den Lauf spielte, hatte der defensive Mittelfeldspieler das freie Tor vor sich und verzog links daneben.

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Wie hatte Cheftrainer Khvicha Shubitidze vor der Partie gesagt: "Die Großchancen müssen wir besser nutzen." Er durfte sich erstmal bestätigt fühlen.

Später Treffer von Tim Maciejewski (90.)

Der späte Treffer von Tim Maciejewski sorgte für den Sieg gegen den BFC Dynamo.
Der späte Treffer von Tim Maciejewski sorgte für den Sieg gegen den BFC Dynamo.  © picture point/Sven Sonntag

Aber das erste Tor lag in der Luft, weil Aue jetzt sehr dominant auftrat und die Gäste zu Fehlern zwang. BFC-Keeper Paul Hainke wollte von hinten aufbauen und das ging gehörig schief. Sein Flachpass ins Mittelfeld landete im Fuß von Devin Angleberger (20.), der ausnutzte, dass Hainke gut 25 Meter vor seinem Kasten stand und aus 48 Metern nicht lang fackelte - 1:0.

Dann mal der BFC und der deckte wie zuvor schon die VSG Altglienicke auf, dass es in der Abwehr noch nicht ganz passt. Levin Mattmüller mit dem Ball auf Joey Breitfeld, während Bastian Strietzel viel zu weit vom Mann weg stand. Der Berliner machte es dann auch überragend und legte mit der Hacke für Ludwig Bölke (23.) auf - 1:1.

Danach ging es wieder nur in die Richtung des Berliner Gehäuses. Linus Queißer (44.), der nach Oberschenkelblessur wieder in die Startelf gerückt war, wurde nach Strietzels gewonnenem Kopfballduell von Marcel Bär in Szene gesetzt und spielte seine Geschwindigkeit auf der linken Bahn aus - 2:1.

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Was auffiel: Aue setzte den Gegner mit energischem Pressing unter Druck und störte immer wieder im Spielaufbau störte. Ebenfalls auffällig war jedoch auch wie luftig es der Schacht hinten verteidigte. Strietzel und Stylianos Kokovas am Fünfer nicht in der Lage die Eingabe gegen Califo Balde und Rufat Dadashov (54.) zu bereinigen und das ließ sich der BFC-Kapitän nicht nehmen und spitzelte die Kugel an Max Uhlig vorbei zum neuerlichen Ausgleich.

Fünf Gegentore nach drei Spielen sind einfach zu viele! Hätte Leander Fritzsche (82.) den Ball nicht am Tor vorbeigelegt, wäre es vielleicht ganz dicke gekommen. So blieb der Lucky Punch den Hausherren vorbehalten.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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